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Thema: Bodyguardunfug im "Bild der Frau"

  1. #11
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    lieber herr mehrstedt,
    ich bin einer der von ihnen so verachteten dgzh-zahnärzte.
    ich habe eigentlich nicht vorgehabt zu ihrem beitrag hier öffentlich stellung zu nehmen, weil ich annahm, daß diese diskussion eher in kleinerem kreis geführt werden sollte. leider hatten sie sich gegen ende ihres postings dann aber auch noch zu einem rundumschlag gegen die dgzh-zahnärzte hinreißen lassen.
    ich zitiere: "...werden die dgzh-Zahnärzte empfohlen. Dies sind Zahnärzte, die an Fortbildungen teilgenommen haben, wo man beigebracht wird, dass man auf Betäubungsmittel verzichten solle um den Patienten Schmerzfreiheit durch Suggestionen zu geben. Hier werden Patienten mit weitaus grösserer Sicherheit traumatisiert als wenn sie sich einfach bei den erstbesten Zahnarzt um die Ecke behandeln lassen."

    ich meine, daß sie hier ein bild zeichnen, daß den verantantwortungsvoll mit hypnose arbeitenden zahnärzten nicht gerecht wird.
    mir war in der vergangenheit schon aufgefallen, daß sie eine gesunde skepsis an den tag legen, wenn das thema hynose angesprochen wird. mir geht es so mit der akkupunktur, davon habe ICH keine ahnung. aber man kann durchaus verantwortungsvoll mit hypnose oder mit hypnotischen techniken arbeiten um auf diese weise ängstlichen oder auch phobiepatienten eine angenehme behandlung zu ermöglichen und die angst vor dem zahnarzt abzulegen.
    ich will die notwendigkeit einer speziellen ausbildung für die behandlung von zahnarztangst ausdrücklich betonen. und es sollte auch für jeden verantwortungsvollen kollegen selbstverständlich sein, seine grenzen zu erkennen und einen problempatienten an geeignete spezialisten zu verweisen.
    ich halte es aber für nicht sehr verantwortungsvoll, wenn sie ängste schüren vor zahnärzten wie mir, die nichts weiter wollen als die behandlung beim zahnarzt für ihre patienten angenehm zu machen. und ich versichere ihnen bei einer hypnosebehandlung in meiner praxis geschieht nichts, was der patient nicht möchte. es geht bei der modernen klinischen hypnose auch gar nicht darum, daß die betäubung durch die hypnose ersetzt wird, da hat man ihnen märchen erzählt.
    ich habe in meiner praxis erst ein einziges mal die notwendigkeit gehabt auf lokalanaesthetika verzichten zu müssen, weil diese patientin hochgradig und vielfach allergisch war. die essentielle voraussetzung für eine erfolgreiche zahnarzt-patienten-beziehung (egal ob psychologe oder hypnotherapeut) ist VERTRAUEN, das ich manchmal erst mühsam aufbaue, weil meine patienten schlechte erfahrungen gesammelt hatten.
    einen satz wie, ich zitiere noch einmal:
    "Hier werden Patienten mit weitaus grösserer Sicherheit traumatisiert als wenn sie sich einfach bei den erstbesten Zahnarzt um die Ecke behandeln lassen.", den sie hier öffentlich machen, sollten sie mal an ihre praxistür hängen, wie weit wären das vertrauen ihrer patienten dann wohl zerstört?
    es geht mir wirklich nicht darum mich zu streiten aber bedenken sie bitte, daß es auch außer ihnen noch mehr zahnärzte gibt, denen das wohl ihrer patienten am herzen liegt und die -auch wenn sie keine spezialausbildung (oder vielleicht auch manchmal gerade deswegen?)haben- in der lage sind angstpatienten zu behandeln. man muß es meines erachtens nur nicht immer gleich an die große glocke hängen (schönen gruß an den kollegen macher).

    mit kollegialen grüßen
    romme9



  2. #12
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    Hallo Allerseits,
    ich möchte diese unsinnige Diskussion hier nicht noch mehr anheizen, ich denke für alle Angstpatienten die hier mitlesen wäre es besser die Sache jetzt beizulegen.

    @ Dr. Mehrstedt,
    danke für Ihren Beitrag, ich kann jetzt wenigstens Ansatzweise verstehen warum diese dumme Geschichte so hochkochen konnte.

    @Romme9
    die Meinungen sind jetzt ausgetaucht, wäre es möglich die weitere Diskussion über die unterschiedlichen Methoden im Hintergrund zu führen?

    @Gast
    wenn ich Dich richtig verstanden habe dann hast Du Dir Deine Meinung über Dr. Macher nur aus einigen Beiträgen gebildet. Ich bin als Patient bei ihm in Behandlung, habe ihn also persönlich kennengelernt, und kann Deine Meinung nicht bestätigen. Ich würde keine 200km nach Achern fahren wenn ich dort den von Dir umschriebenen Behandler vorfinden würde.
    Du kannst mir gerne einmal eine Mail schicken, dann können wir dieses Thema außerhalb der Foren klären wenn Du dazu bereit bist.

    Gruß an alle

    Suppenkasper



  3. #13
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    Liebe "Gast",
    vielen Dank für die netten Worte. Wie die Lage der Angstpatienten sein kann wenn sie sozial isoliert sind ist mir bekannt. Schliesslich arbeite ich seit etwa 25 Jahren mit Phobikern. Wenn Frau H eine uneigennützige "Projekt Bodyguard" führen will könnte sie ja dann den Betroffenen in den Grosstädten andere Bodyguards empfehlen,die schon dort wohnhaft sind und die dann kostenlos zur Verfügung stünden? Zumindest was Hamburg betrifft kennt sie ja hier mehrere, die bestimmt dazu bereit wären. Stattdessen müssen diese Leute dafür bezahlen, dass jemand durch halb Deutschland angereist kommt? Wem nützt das?

    Lieber Kollege Romme9. Ich habe die dgzh-Kollegen nicht pauschal verurteilt. Es tut mir sehr Leid, wenn Sie das so verstanden haben. Sie kenne ich ja auch durch den Foren hier als ein sehr vernünftiger Kollege. Meine Adresse steht ja auch dort und ich kenne den Dr Schmierer seit dem er mit Hypnose angefangen hat und schätze ihm übrigens auch. Aber die Ausbildung dort hat seit den Kontakten mit Showhypnose 1989 eine sehr starke Betonung von spektakuläre, betäubungsmittelfreie Showhypnosebehandlungen. Das bedeutet aber nicht, dass es unter diesen 1000 Zahnärzte dort nicht viele gibt, die ganz gut mit Angstpatienten umgehen können. Diese sind aber in keine Weise von den anderen zu trennen, und die Wahrscheinlichkeit, dass man als Patient dort ein CD-Spieler in die Hand gedrückt bekommt und es wird dann losgebohrt ist nicht gering.
    Mats Mehrstedt


  4. #14
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    An Gast. Zitat: "liebe renate,
    ich wähle das du als anrede, weil ich die diskussion vereinfachen möchte, du konntest dich ja noch nicht so ganz festlegen." Ich brauche mich bezüglich des Namens nicht weiter als geschehen festzulegen, da sich die Begründung aus dem geschildertem Sachverhalt ergibt. Aber so viel nur nebenbei.
    Du schreibst (Zitat):" Dir, liebe Renate, kann ich nur wärmstens ans Herz legen nicht die (Schmutz-)Arbeit für andere zu erledigen, denn auch für dich wird mal der Tag kommen, an dem dir kräftig von dieser Seite ins Kreuz getreten wird. Sicher wirst du es nicht wahr haben wollen, aber ich gebe dir Brief und Siegel, dass du eines Tages an meine Worte denken wirst."
    Weißt Du, ich erlebe es zwar nicht so, das ich Schmutzarbeit für andere mache, aber mich würde schon interessieren was konkret Du damit meinst und wie Du darauf kommst.
    Leider ist mir keine Emailadresse bekannt, sonst hätte ich eine Mail geschickt. Meine kennst Du ja, vielleicht magst Du Dich ja melden.
    Ebenfalls liebe Grüße, Renate.

    P.S. Dr. Macher ist nicht MEIN Dr. Macher, ich schätze und achte ihn sehr und kann viele seiner Aussagen teilen, ebenso geht es mir aber auch mit Mats, weshalb er dennoch nicht MEIN Dr. Mehrstedt ist, denn auch ihn achte und schätze ich und teile viele Aussagen von ihm (weshalb ich ihn ebenfalls schon häufiger anerkennend und hervorhebend in unterschiedlichen Postings erwähnt und auch Patienten an ihn vermittelt habe - genau wie bei Dr. Macher.






    Bearbeitet von - Renate Soldan am 13/05/2002 09:13:05

  5. #15
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    So langsam scheint die Diskussion hier zu entgleisen.

    romme9: Herr Mehrstedt war einer der ersten in D überhaupt, der sich mit Hypnose und Angst beschäftigt hat. Sie können ja mal seine umfangreichen Veröffentlichungen nachlesen.
    Einen guten Einstieg gibt Ihnen auch das nagelneue Buch von Dr. Jöhren: ZAHNBEHANDLUNGSANGST - ZAHNBEHANDLUNGSPHOBIE
    ISBN 3-87706-613-5
    Phobien sind mit Hypnose nachweislich nicht heilbar und Herr M. beschäftigt sich eben vorwiegend mit diesem problematischen Klientel.
    Es ist müssig, hier einen Methodenwettbwerb zu eröffnen, jede Therapiemethode hat ihren Platz und unsere privaten e-mail-Adressen sind ja auch bekannt. Dies wäre der richtige Weg. Ausserdem lade ich Sie jetzt schon zu meinem nächsten Meeting ein, da wir immer auf engagierte Kollegen neugierig sind.



    GAST (Fehlt der Mut zum Namen?): Da ich kein Politiker bin, habe ich auch keine Fraktion. Sie sind im falschen Forum.
    Zum Thema selbst haben Sie ja nun wenig Sachliches beitragen können, auch Sie sind herzlich zu meinem nächsten Meeting eingeladen, damit Sie sich über die Problematik der Oralophobie erst einmal kundig machen können. Dann können wir auch gerne Details besprechen.
    Nachdem Frau H. mir letztes Jahr einen entsprechenden Brief gemailt hat, beschäftigt sich nun mein Anwalt damit. Dies nur am Rande.
    Trotzdem werde ich auch Frau H. persönlich zu meinem nächsten Meeting einladen, denn es nützt der Sache wenig, wenn sich die Interessierten bekriegen. Professionalität ist gefragt und auf diesem Gebiet gibt es viel zu lernen.

    Dies war mein letzter Beitrag zum Bodyguardunfug. Ich betrachte die Diskussion als beendet.


  6. #16
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    @ Dr. Macher

    Ihre Entschuldigung, die nicht so ganz deutlich formuliert worden ist aber zwischen den Zeilen immer wieder aufblitzte, wird sicherlich von allen Beteiligten gerne zur Kenntnis genommen. Ich für meinen Teil, will ihnen verzeihen und lade sie zu meinem nächsten Grillabend ein.
    Schön auch, daß sie die Diskussion beendet haben.

    Liebe Grüße
    Gast


  7. #17
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    Liebe "Leidensgenossen/ innen,
    Macher-Fraktion, Hatsche-Fraktion und irgendwann vielleicht auch die Mehrstedt-Fraktion... Muß das sein? Wem hilft das?
    Ich möchte erneut betonen das es für mich keinen Konkurrenzkampf gibt, weil wir als Betroffene im selben Boot sitzen - Unterschiede bestehen doch nur in der Herangehensweise. Für mich sind wir alle Eins, nämlich Betroffene und z.T. auch Hilfsbereite. Ist es nicht möglich einen gemeinsamen Konsens zu finden und andere zu respektieren mit ihren Meinungsäußerungen und ihrem Leid?
    Wozu, warum, diese Hochschaukelei, es verunsichert doch nur die, die sich mit Thema angefangen haben zu befassen und erhöht die Hemmschwelle für Postings oder/ und Mails.
    Auch wenn wir unterschiedlich sind, so sind wir doch eine Gruppe von Betroffenenen die einen Weg sucht und das was hier passsiert verunsichert, wenn man nicht die erforderlichen Hintergrundinformationen weiß, auf beängstigende Weise.
    Ist das unser Ziel?
    Liebe Forumsteilnehmer, laßt uns bitte zum Eigentlichen dieses Forums zurückkehren.

    CU, Renate Soldan.

    MfG, Renate Soldan.



    Bearbeitet von - Renate Soldan am 13/05/2002 15:00:46

  8. #18
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    Abgesehen von der ständigen Selbstdarstellung von Frau H. in diesem Artikel ist die Bodygardidee psychologisch gesehen horrender Blödsinn. Ausserdem ist der Begriff absolut militant.

    Bodygard bedeutet ja, dass eine Person gegen einen bösartigen Angreifer geschützt werden muss und im Zweifelsfall dieser bösartige Angreifer vernichtet werden soll.
    Solange der ZA als bösartiger Angreifer hingestellt wird und sich Frau H. als selbsternannte "Schutzexpertin" wichtigtuerisch im Zweifelsfalle zwischen ZA und ihren "Schützling" werfen müsste, ist von der Angst vor dem Zahnarzt und deren Therapie ja nicht das Mindeste begriffen worden!!! Als ZA und Therapeut würde ich mich niemals auf so einen Blödsinn einlassen, da der "Bodygard" nur seine eigenen Phantasien auslebt.

    Die aus billigen Krimis entlehnte Bodygard-Show beim Zahnarzt dient also mehr der Selbstdarstellung von Frau H. und der Kriminalisierung des ZA als Täter.

    Die Zeitschrift "Bild der Frau" ist dann wohl der richtige Platz für derartige Artikel.





  9. #19
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    Ich möchte eigentlich nur ganz kurz etwas zum Sachverhalt antworten. Ich denke, daß alle beteiligten Parteien nur ein Ziel vor Augen haben. - dem Angstpatienten helfen-
    Diese Diskussion, die nun schon länger andauert, halte ich daher für unnötig.

    Jeder kann sich doch selbst überlegen, was ihm als Patient am besten hilft und was er für überflüssig hält.

    Nachdem ich über 8 Jahre nicht beim Zahnarzt war, habe ich dieses und das Forum von Dr. Pirk aus Berlin gefunden. Durch ein paar Gespräche im Chat, bei denen Hatsche mir zugehört hat und mir Mut gemacht hat mir einen Arzt zu suchen, habe ich mich bei Dr. Mehrstedt gemeldet. Ich weiß sicher, daß ich es nicht getan hätte ohne diese Hilfe. Vielleicht ist meine Angst nicht so riesig, wie manche sie hier beschreiben, aber ich kann mit Sicherheit von mir behaupten, daß ich noch vor ein paar Wochen gestorben wäre bei dem Gedanken an einen Besuch beim Zahnarzt. Ich bin jetzt bereits fertig mit der Behandlung und so erleichtert, daß ich bei Dr. Mehrstedt war. Ich gehe sicherlich immer noch sehr ungern und sitze wie ein Häufchen Elend auf dem Behandlungsstuhl, aber zumindest habe ich mich überwunden.

    Was ich eigentlich damit sagen will, es gibt sicher viele Angstpatienten, die sich nicht durch ein paar Gespräche überwinden und die größere Probleme bei der Behandlung haben als ich, aber es gibt auch viele Menschen, die wie ich einfach nur einen Anstoß brauchen, die sich mal austauschen wollen über ihr Problem. Ich habe zwar einen großen Bekanntenkreis, aber ich konnte dies nicht mit diesen Menschen besprechen, weil ich mich ganz einfach geschämt habe.

    Hatsche gibt diese Hilfe, weil sie eine Außenstehende ist, die aber aus Erfahrung spricht. Ich bin ihr sehr dankbar für ihr offenes Ohr und ihr Engagement und wünsche mir, daß auch noch andere Häschen ihre Hilfe nutzen können.


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