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Thema: Unterschied

  1. #1
    Administrator
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    Hallo,
    in der Grundausbildung von Zahnärzten an der Universität gibt es in der Regel kein Unterricht in Psychologie. Zahnärzte, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben haben auch Psychologie studiert und sich auch mit der Literatur beschäftigt, die es zu den Zahnbehandlungsängsten gibt. Seit etwa 35 Jahren werden Zahnbehandlungsängste intensiv erforscht.
    Die zahnärztliche Behandlung bei jemanden der Zahnbehandlungsängste hat muss individuell angepasst werden. Einige allgemeine Vorschläge, wie dies aussehen kann, sehen Sie an den weiteren Seiten unter diesen Überschrift. Wir arbeiten hier nach verhaltenstherapeutischen Ansätzen. Dabei geht es darum, den Patienten einen Lernprozess anzubieten, wo er unter ruhigen Umständen die Möglichkeit hat, etwas neues über Zahnbehandlungen zu lernen, so dass die Ängste abgebaut werden können. Dabei müssen selbstverständlich die Fehler gemieden werden, die ursprünglich die Ängste verursacht haben.
    Weitere Möglichkeiten sind auch Sedierungen und Vollnarkosen. Diese verändern aber die Angst nicht, sind aber manchmal gute Möglichkeiten wenn man z B mehrere Zähne entfernen muss und dies nicht mitbekommen möchte.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Mats Mehrstedt


  2. #2
    Junior Member
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    3

    Hallo,
    in der Grundausbildung von Zahnärzten an der Universität gibt es in der Regel kein Unterricht in Psychologie. Zahnärzte, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben haben auch Psychologie studiert und sich auch mit der Literatur beschäftigt, die es zu den Zahnbehandlungsängsten gibt. Seit etwa 35 Jahren werden Zahnbehandlungsängste intensiv erforscht.
    Die zahnärztliche Behandlung bei jemanden der Zahnbehandlungsängste hat muss individuell angepasst werden. Einige allgemeine Vorschläge, wie dies aussehen kann, sehen Sie an den weiteren Seiten unter diesen Überschrift. Wir arbeiten hier nach verhaltenstherapeutischen Ansätzen. Dabei geht es darum, den Patienten einen Lernprozess anzubieten, wo er unter ruhigen Umständen die Möglichkeit hat, etwas neues über Zahnbehandlungen zu lernen, so dass die Ängste abgebaut werden können. Dabei müssen selbstverständlich die Fehler gemieden werden, die ursprünglich die Ängste verursacht haben.
    Weitere Möglichkeiten sind auch Sedierungen und Vollnarkosen. Diese verändern aber die Angst nicht, sind aber manchmal gute Möglichkeiten wenn man z B mehrere Zähne entfernen muss und dies nicht mitbekommen möchte.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Mats Mehrstedt





  3. #3
    Junior Member
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    sorry,
    ein wenig widerspruch von meiner seite...

    es gibt meines wissens nur 2 zä in deutschland, die sowohl zahnheilkunde als auch psychologie, bzw. psychotherapie studiert haben...

    es gibt sog. "ausgebildete" zä, "spezialisten", die sich auf ihre fahnen - oder das praxisschild - "spezialbehandlung für angstpatienten" schreiben...

    meine ganz persönliche geschichte zum thema "spezialisten" sieht so aus:

    nach sehr schlechten erfahrungen und furchtbarer panik vor der za-behandlung, entschloß ich mich zu einem sog. "spezialisten"... in die behandlung zu gehen...so lange, bis ich auch dort nur noch ein gefühl hatte: "Raus - Flucht - Weg hier..."...Das war beim 7.(!!!) Behandlungstermin - also einer Zeit, in der ein tragfähiges vertrauensverhältnis hätte aufgebaut sein können...Eine der hauptursachen dafür war, daß der behandler mit mir wenig bis nichts sprach...und ich selber (damals noch) nicht in der lage war, mich zu artikulieren...

    nach meiner anfänglichen überlegung nach dem erneuten "reinfall", wieder einmal "za-abstinenz" einzulegen...entschloß ich mich dann doch, noch einen versuch zu wagen...

    DIESER ist nun endlich gelungen!!!

    und das, obwohl der za kein - zertifiziert ausgewiesener - "spezialist" ist und auch nicht psychologie studiert hat...

    er ist also - eigentlich - ein "ganz normaler" za...
    ich weiß, daß viele angstpatienten bei ihm erfolgreich behandelt wurden!

    ICH kann nur sagen: wenn die "chemie" stimmt, ist es ziemlich egal, ob "spezialist" an der praxis-tür steht!

    ich wünsche euch allen auch gute erfahrungen!!!

    lg von spider


  4. #4
    Administrator
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    Hallo Spider,
    wir können vielleicht feststellen, dass es keine Menschen gibt, die keine Fehler machen. Es gibt auch keine "Spezialisten" - ob Psychologen oder Zahnärzte - die alle Patienten zufriedenstellen können, die vorbeikommen. Ausserdem gibt es bestimmt auch viele Zahnärzte, die keine Psychologie studiert haben und trotzdem gut mit Menschen umgehen können.
    Das ändert aber nichts an der Tatsache, das es ein schwerer Fehler ist, wenn man Kenntnisse über Verhaltensmodifikation und Angstabbau an den zahnmedizinischen Hochschulen nicht vermittelt. Alle 80 000 Zahnärzte hierzulande sind leider nicht Naturtalente was die Kommunikation betrifft, sonst hätten wir wohl keine Menschen mit Zahnbehandlungsängsten.
    Zahnbehandlungsängste sind manchmal so einfach zu beheben, dass man wütend werden kann, warum niemand es bisher getan hat. Aber es gibt auch schwierigere Fälle. Eine Mehrheit der Menschen, die unter Zahnbehandlungsängsten leiden, weisen auch andere psychologische Probleme auf. Dann kommt man wohl oft nicht weiter, wenn man nicht die nötigen Kenntnisse dazu hat. Es ist gut für Sie, dass Sie einen guten Zahnarzt gefunden haben, davon gibt es auch viele hier in Deutschland. Aber die Erfahrung eines Einzelnen, auch wenn sie gut ist, stellt keine allgemeingültige Regel auf. Untersuchungen zeigen, dass auch nur eine kurze psychologische Ausbildung von Zahnärzten den erfolgreichen Umgang mit Angstpatienten sehr förderlich ist.
    Gruß,
    Mats Mehrstedt


  5. #5
    Junior Member
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    sorry,
    ein wenig widerspruch von meiner seite...

    es gibt meines wissens nur 2 zä in deutschland, die sowohl zahnheilkunde als auch psychologie, bzw. psychotherapie studiert haben...

    es gibt sog. "ausgebildete" zä, "spezialisten", die sich auf ihre fahnen - oder das praxisschild - "spezialbehandlung für angstpatienten" schreiben...

    meine ganz persönliche geschichte zum thema "spezialisten" sieht so aus:

    nach sehr schlechten erfahrungen und furchtbarer panik vor der za-behandlung, entschloß ich mich zu einem sog. "spezialisten"... in die behandlung zu gehen...so lange, bis ich auch dort nur noch ein gefühl hatte: "Raus - Flucht - Weg hier..."...Das war beim 7.(!!!) Behandlungstermin - also einer Zeit, in der ein tragfähiges vertrauensverhältnis hätte aufgebaut sein können...Eine der hauptursachen dafür war, daß der behandler mit mir wenig bis nichts sprach...und ich selber (damals noch) nicht in der lage war, mich zu artikulieren...

    nach meiner anfänglichen überlegung nach dem erneuten "reinfall", wieder einmal "za-abstinenz" einzulegen...entschloß ich mich dann doch, noch einen versuch zu wagen...

    DIESER ist nun endlich gelungen!!!

    und das, obwohl der za kein - zertifiziert ausgewiesener - "spezialist" ist und auch nicht psychologie studiert hat...

    er ist also - eigentlich - ein "ganz normaler" za...
    ich weiß, daß viele angstpatienten bei ihm erfolgreich behandelt wurden!

    ICH kann nur sagen: wenn die "chemie" stimmt, ist es ziemlich egal, ob "spezialist" an der praxis-tür steht!

    ich wünsche euch allen auch gute erfahrungen!!!

    lg von spider





  6. #6
    Junior Member
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    sorry,
    ein wenig widerspruch von meiner seite...

    es gibt meines wissens nur 2 zä in deutschland, die sowohl zahnheilkunde als auch psychologie, bzw. psychotherapie studiert haben...

    es gibt sog. "ausgebildete" zä, "spezialisten", die sich auf ihre fahnen - oder das praxisschild - "spezialbehandlung für angstpatienten" schreiben...

    meine ganz persönliche geschichte zum thema "spezialisten" sieht so aus:

    nach sehr schlechten erfahrungen und furchtbarer panik vor der za-behandlung, entschloß ich mich zu einem sog. "spezialisten"... in die behandlung zu gehen...so lange, bis ich auch dort nur noch ein gefühl hatte: "Raus - Flucht - Weg hier..."...Das war beim 7.(!!!) Behandlungstermin - also einer Zeit, in der ein tragfähiges vertrauensverhältnis hätte aufgebaut sein können...Eine der hauptursachen dafür war, daß der behandler mit mir wenig bis nichts sprach...und ich selber (damals noch) nicht in der lage war, mich zu artikulieren...

    nach meiner anfänglichen überlegung nach dem erneuten "reinfall", wieder einmal "za-abstinenz" einzulegen...entschloß ich mich dann doch, noch einen versuch zu wagen...

    DIESER ist nun endlich gelungen!!!

    und das, obwohl der za kein - zertifiziert ausgewiesener - "spezialist" ist und auch nicht psychologie studiert hat...

    er ist also - eigentlich - ein "ganz normaler" za...
    ich weiß, daß viele angstpatienten bei ihm erfolgreich behandelt wurden!

    ICH kann nur sagen: wenn die "chemie" stimmt, ist es ziemlich egal, ob "spezialist" an der praxis-tür steht!

    ich wünsche euch allen auch gute erfahrungen!!!

    lg von spider

    Kann mich spider nur anschließen. Auch ich habe schlechte Erfahrungen gesammelt bei einen "Spezialisten". Das finde ich sehr entäuschend, aber aus Erfahrung wird man ja klug.

    lg sammy




  7. #7
    Administrator
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    Hallo Jungs,
    dann seid Ihr ja zwei. Leider gibt es aber etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland, die unter starken Zahnbehandlungsängsten leiden. Sie haben ihre Phobien aber nicht den "Spezialisten" zu verdanken. Es gibt nicht mal eine Handvoll Zahnärzte in Deutschland, die sich auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert haben, und wenn man die zählt, die nur mit Angstpatienten arbeiten sind es nur zwei, soviel ich weiss. Ich glaube auch nicht, dass Sie bei uns gewesen sind. Also, wenn Sie von Zahnärzten abraten möchten muß ich Sie daran erinnern, das bereits ein Forum deshalb abgeschossen worden ist. Das ist wenig hilfreich. Wir wollen hier in erster Linie positiv daran arbeiten, die Menschen zu helfen, die unter Zahnbehandlungsängsten leiden. Ich hoffe Sie beteiligen sich in Zukunft daran.
    Mats Mehrstedt


  8. #8
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    langer rede kurzer sinn;

    es gibt zä ohne zusatzausbildung die sehr wohl angstpatienten behandeln können und es gibt spezialisten denen es in manchen fällen eher schwer fällt.

    oder anders formuliert:
    es gibt "naturtalente" und "theoretiker"
    beide können eine zusatzausbildung machen, wobei es bei den "theoretikern" wieder exemplare gibt denen angstpatienten nicht liegen und solche die mit fleissigem ueben ein händchen fuer angstpatienten entwickeln.

    letztendlich kommt es darauf an ob die chemie zwischen behandler und patient stimmt und ob ein patient sich bei seinem za gut aufgehoben fuehlt.

    einen "unterschied" zwischen spezialisten und "normalo" gibt es meines erachtens nur auf dem papier.

    die behandlung verläuft bei beiden in etwa gleich.
    ein spezialist nimmt sich i.d.r. zeit fuer einen angstpatienten und erklärt viel; ein "normalo" mit naturtalent hat ein ähnliches bis gleiches behandlungskonzept.


  9. #9
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    So so Hatsche, das war ja jetzt ein besonders schlauer Beitrag, oberflächlicher geht´s wohl nicht. Fakt ist also Deiner Meinung: wir brauchen eigentlich nie für irgendwas Spezialisten, weil es so viele Naturtalente gibt ? Wir können also alle zu "irgendeinem" ZA gehen, weil es sowieso Glückssache ist, ob wir gerade an einen "talentierten ZA" geraten ? Wir können uns auch von irgendeiner Esoteriktussi therapieren lassen - Hauptsache die Chemie stimmt ?

    Interessant, interessant....


  10. #10
    Junior Member
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    23

    So so Hatsche, das war ja jetzt ein besonders schlauer Beitrag, oberflächlicher geht´s wohl nicht. Fakt ist also Deiner Meinung: wir brauchen eigentlich nie für irgendwas Spezialisten, weil es so viele Naturtalente gibt ? Wir können also alle zu "irgendeinem" ZA gehen, weil es sowieso Glückssache ist, ob wir gerade an einen "talentierten ZA" geraten ? Wir können uns auch von irgendeiner Esoteriktussi therapieren lassen - Hauptsache die Chemie stimmt ?
    Interessant, interessant....


    hey gast das war ja mal wieder prima, echt gelungener beitrag.

    also nochmal:

    es gibt Zahnärzte, die eine psychotherapeutische ausbildung haben (wie schon erwähnt ganze 2 in deutschland !!!) und die sollten damit auch in der lage sein, angstpatienten behandeln zu können, hier stehen sich aber, welche ausbildung auch immer, 2 menschen gegenüber.
    da ist die geschichte mit der chemie ! nicht jeder kann mit jedem.

    dann gibt es die zahnärzte, die sich den angstpatienten angenommen haben, indem sie sich einfach nur näher mit der oralophobie oder ganz einfach zahnbehandlungsangst befasst haben, manche schreiben dann sogar bücher.(zugegebenermassen sehr gute bücher)
    aber auch hier wieder: die Chemie, nicht jeder kann mit jedem !!!

    dann gibts die ganz normalen zahnärzte, die einfach wie hatsche schon sagte, ein händchen dafür haben, mit einem angstpatienten umzugehen. auch hier wieder: die chemie, nicht jeder kann mit jedem !!!

    Fazit: ein angstpatient ist nun mal auf mundpropaganda, homepage´s mit fotos, entsprechende Listen u.ä. angewiesen, ein restrisiko, mit dem auserwählten Zahnarzt nicht zurechtzukommen, bleibt trotzdem. ohne den sogenannten spezialisten zu nahe treten zu wollen, ZAHNÄRZTE sind auch nur Menschen. nicht überall wo spezi draufsteht, ist auch spezi drin.


    ps. herr mehrstedt:
    mein zahnarzt hat mir ihr buch zum lesen gegeben, wollt ich ihnen schon lang mal sagen, kompliment, nur eins feht vielleicht. ein bericht von einem betroffenen, vom ersten tag an bis er fertig ist, mit allen höhen und tiefen. aber sonst sehr gut, "hut ab"

    so, schönen tag noch an alle


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