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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich bin gaaaanz ängstlich.....



Mehrstedt
22.09.2007, 12:55
Entzündungen können verhindern, das ein Betäubungsmittel wirkt. Das führt zu einem Teufelskreis, wenn man aufgrund von Zahnbehandlungsängsten nur bei starken Zahnschmerzen zum Zahnarzt geht. In solchen Fällen muss man zuerst die Entzündung behandeln, und die zahnmedizinische Behandlung erst anfangen, wenn der betroffene Zahn sich betäuben lässt.
Natürlich können Sie uns anrufen. Dafür sind wir ja da.
Mit freundlichen Grüßen,
MM

felinchen
22.09.2007, 19:08
Ich danke Ihnen, daß Sie mir geantwortet haben.

Leider habe ich ein besonderes Problem mit dem Bohrer.
Zahnziehen empfinde ich zwar als sehr unangenehm, aber es ist zum Glück noch auszuhalten.
Trotzdem würde ich gerne zu Ihnen kommen, weil ich einen Zahnarzt suche, bei dem ich meine peinigende Angst wieder verlernen kann.
Und weil ich total unter Druck stehe, weil ich einfach nicht mehr lachen kann.

Mit freundlichen Grüßen, B.Kiese



Steine im Weg sind dazu da, um sich Brücken zu bauen

Bearbeitet von - felinchen am 22/09/2007 20:10:20

Zirkon
24.09.2007, 07:26
Hallo Felinchen!


Wenn Du NUR 30 km von Hamburg wohnst, dann bist DU eine von den wenigen Leuten hier, die per Fahrrad zu Dr. Mehrstedt fahren könnten!

Du bist bei Dr. Mehrstedt und sein Team in den besten Händen! VERSPROCHEN!!!!!!

Ich komme selbst aus dem Ruhrgebiet und bin sehr oft nach HH zur Behandlung gefahren! Nach diversen Behandlungen sind meine Zähne saniert worden.

Bei mir wurden diverse Wurzelbehandlungen, Füllungen und Zahnziehen durchgeführt! Und ich kann Dir sagen, alles ohne Schmerzen; o.k. teilweise schon etwas unangenehm, aber KEINE großen Schmerzen. Dr. Mehrstedt betäubt wirklich sehr gut!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

DU BIST DORT WIRKLICH IN DEN RICHTIGEN HÄNDEN!!!

Mail mir doch mal: pratice@gmx.de


Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet!

:-)

felinchen
26.09.2007, 14:05
Hallo Zirkon,

ich bedanke mich bei dir über deine Antwort.
Sorry, wenn ich nicht vorher geantwortet habe.
Ich bin den ganzen Tag auf Achse,
weil ich mit dem Gesundheits-Lehrgang angefangen habe und das mich jetzt den ganzen Tag aufhält.

Demnächst muß ich mich an einigen Stellen bewerben und mir wird schon ganz schlecht, weil ich mit meiner Zahnlücke (3. Zahn von vorne) bestimmt kein guten Eindruck hinterlasse.

Ich werde mich bei dir melden, zumal ic noch Vertrauen tanken muß.


LG, Bianca Kiese

Steine im Weg sind dazu da, um sich Brücken zu bauen

herzi
28.09.2007, 22:20
Moin Bianca,

wie alle hier hast auch du Angst vorm Zahnarzt. Bei einem nicht gerade kleinen Teil unserer Bevölkerung ist das so, weil es Zahnärzte gibt, die einfach nicht darüber nachdenken, dass es Angstpatienten gibt und die deren Ängste dann auch noch verstärken.

Fasse Mut und gehe zu Doc. Mehrstedt. Du kannst es und du schaffst es auch wenn du es selber wirklich willst.
Auch ich gehörte zu der Sorte Patienten, die sich nie wieder zu einem Zahnarzt trauen wollten. 15 Jahre war ich nicht, bis ich Anfang des Jahres es endlich geschafft hatte, in der Praxis von Doc. Mehrstedt anzurufen und einen Termin zu machen. Die nächsten Wochen waren die Hölle.
Ich konnte kaum schlafen und stand völlig neben mir. Aber als ich es endlich geschafft hatte die Praxis zu betreten und das Erstgespräch hinter mich brachte, war der erste Sieg unter Dach und Fach.

Es folgte eine Diagnose, sowie die erste Behandlung unter Vollnarkose in seiner Praxis. 7 Zähne wurden entfernt und schon einige behandelt. Seit März nun bin ich jeden Monat 1x da und lasse immer etwas kleines machen. So langsam sind wir durch, und ich muss mir Gedanken um den Ersatz machen, weil fast alles saniert ist.
Mir fält jetzt kein Termin mehr schwer wie früher. Es ist für mich normal geworden, mich auf den Stuhl zu setzen, den Mund zu öffnen und ihn gewähren zu lassen.
Die Angst verfliegt allmählich, wenn man merkt, das es nichts mehr gibt, wovor man Angst haben muss.

Nimm all deinen Mut zusammen. Das Endergebniss nachher lohnt sich. In welcher Ecke von HH wohnst Du ?



Bearbeitet von - herzi am 28/09/2007 23:21:28

felinchen
28.09.2007, 22:21
Hallo,
schön, daß es dieses Forum gibt und daß ich nicht alleine bin.
Selbst wenn ich diese Seiten lese,
habe ich ganz klamme Hände.
Ich bin Mutter von 5 Kindern, und einige werden sich sicher fragen, warum ich vor einer vergleichsweisen "kleinen" Zahnarztbehandlung mehr Angst habe wie vor einer Geburt.

Ich glaube, daß meine Angst die Ursache unter anderem auch in meiner Kindheit liegt, denn ich habe nicht nur eine Dentalphobie, sondern auch eine Oralphobie,was heißt, daß ich außer Essen wirklich gar nichts an mein Mund lassen kann. Selbst als ich unter Sedierung (Beruhigungsspritze) eine Magenspiegelung machen lassen mußte, bekam ich es im Halbschlaf mit und habe mich so sehr gewehrt, daß meine arme Ärztin mich ins KH überweisen mußte, damit dies unter Vollnarkose geschieht. Ich habe meine ganzen Kindheit perfekte Zähne gehabt, ohne ein einziges Loch, bis ich mit 15 Jahren mein erstes kleines Loch hatte.
Also ich ohne Angst zum ZA und er hat mich gefragt, ob er mich mit oder ohne Betäubung bohren soll. Ich sagte erstmal ohne, weil ich mir nicht vorstellen konnte, daß es wehtun könnte. Er setzte an und ich machte die schlimmsten Schmerzen in meinem ganzem vorherigen Leben durch.
Ich verlangte nach Betäubund, schrie und zappelte am ganzen Leib, aber der Zahnarzt machte gar nichts, keine Betäubung. Mein Angst war geboren und die nächsten Besuche wurden zu einer Tortur.
Mein ZA meinte damals noch, "drei von meiner Sorte täglich und er könne sich anschließend in eine Irrenanstalt einweisen lassen".

Ich ging auf die Suche nach einem anderen Zahnarzt, habe aber keinen gefunden, der auch nur einen Hauch von Verständnis hatte.
Nach jahrelangem "Herumreisen" habe ich einen gefunden, der verständnisvoll ist, aber mir meine Angst auch nicht nehmen kann.
Ich habe mir bei ihm zwei Zähne ziehen lassen, aber bohrermäßig habe ich so eine Panik, daß ich mich auch nicht bei ihm an mein Mund lassen kann.
Zumal er zwar lieb und nett ist, aber nicht speziell auf Angstpatienten geschult ist.
Ich hatte vor einem Jahr Urlaub in Bayern gemacht, wo ich tierische Zahnweh bekam.
Ich bekam eine Empfehlung von einem lieben Arzt. Zu dem bin ich gegangen, und nachdem meine Angst eine Zeitlang nicht mehr ganz so stark war, hat er mir wieder gezeigt, was Angst ist.
Er machte mit zwei Betäubungen rein, bohren tat noch immer weh. Er setzte mir zwei Betäubungen direkt in den Nerv, es tat fürchterlich weh. Das Bohren aber auch, so daß er später entnervt den Bohrer weglag und nur eine Wurzelbehandlung durchführte.
Mittlerweile ist meine Angst so riesig und der Zahn bald hinüber, weil er durch die Behandlung wie alle anderen Zähne "morsch" geworden ist.
Leztes Jahr ging ich wegen Schmerzen wieder zum Zahnarzt, der mir den auch gleich ziehen wollte. Aber da sich der Nerv, der zum Ohr führt, auch gleich mitentzündet hat, hat selbst das Ansetzen mit der Zange unter dreifacher Betäubung wehtat, sodaß er aufgab und nur eine Wurzelbehandlung machte.
Jetzt habe ich eine unaushaltbare Panik und drei Zähne. die gezogen werden müssen, zwei Vorderzähne, die saniert werden müssen und ein hinterer Zahn, der pochert und darauf wartet, behandelt zu werden, von anderen kleinen Löchern mal ganz abgesehen.

Mein Traum wäre es, die behandlungsbedürftigen Zähne unter Vollnarkose einmal grundbehandelt zu werden und dann aktiv etwas gegen meine Angst zu machen, wenn alle heftigeren "Geschehnisse" passiert sind und ich z. B. das Abschleifen dann aktiv zu begegnen.
Ist das möglich, ich wohne nur 30 km von Hamburg weg.

Ich habe einfach Panik, weil mein Mann mir schon immer auf die Füße tritt und ich beruflich wieder einsteigen werde, was aber noch immer an meinen Zähnen hapert (im gesundheitlich-pflegerischen Dienst). Mein Problem ist auch, daß ich so empfindlich Zähne habe, daß ich noch nicht einmal in einen grünen Apfel beißen kann, ohne daß es wehtut.
Und daß ich wohl nicht gut auf Betäubung reagiere, denn die Zahnärzte haben mir stets mehr als eine gegeben und selbst dann tat Bohren weh.

Kann ich bei ihm anrufen, habe ich eine Chance, an meiner Angst bei ihm zu arbeiten?
Vielen lieben Dank fürs Lesen! Mir ist es superwichtig, denn nichts ist quälender als die Angst vorm ZA.

Bianca Kiese







Bearbeitet von - felinchen am 21/09/2007 17:29:55