Da mir das lesen in diesem Forum sehr geholfen hat, den Entschluß zu fassen nach 25 Jahren zum Zahnarzt zu gehen, denke ich es ist nur fair, auch etwas beizusteuern...
Ich habe keine Panik bei dem Gedanken an einen Zahnarztbesuch. Mir ist nie etwas schreckliches in einer Zahnarztpraxis zugestoßen. Aber allein der Gedanke mich, im Beisein von Menschen die ich nicht kenne, freiwillig in eine völlig hilflose Lage zu begeben, war so entsetzlich, das ich lieber mein Gebiss ruiniert habe, als mich dem auszusetzen. Es würde zu weit führen zu erzählen, wie es dazu kam, das ich mich entschlossen habe es anzugehen. Tatsache ist aber, dass dieser Entschlußß, bis ich in der Praxis von Dr. Mehrstdt gelandet bin, auf sehr wackeligen Füßen stand. Zahnärzte in meiner Umgebung, die, wenn sie sich denn überhaupt dazu bereitfanden im ersten Gespräche Dinge sagten wie:" Da haben sie sich ja schön was eingebrockt" oder " Selbst schuld, da muß jetzt erst mal alles raus" waren nicht gerade eine große Hilfe...
Jetzt hatte ich drei Termine, der erste Zahn ist raus, viele weitere werden folgen. Es kostet mich immer noch viel Kraft zur Praxis zu gehen und auch während der Behandlung das Bedürfnis mich zu schützen in Schach zu halten. Aber hier werde ich behandelt wie ein Mensch, das bischen Würde und Selbstachtung das ich mir erkämpft habe wird nicht zerstört. Ich habe tatsächlich das Gefühl, das man mir helfen will, und das tut unendlich gut.

Ich kann allen noch unentschlossenen nur den Mut wünschen den ersten Schritt zu tun. Den Rest müßt ihr nicht alleine gehen...