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Thema: Bodyguardunfug im "Bild der Frau"

  1. #1
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    Das waren auch meine Gedanken nachdem ich mir den Artikel durchgelesen hatte. Auch wenn er einige hilfreiche Informationen lieferte wunderte ich mich doch über die rabiate Bezeichnung eines "Bodyguards", und ich wurde das Gefühl nicht los das diese Wortwahl meine Angst vor dem Zahnarzt für mich nicht lindern würde.

    Die Vorstellung bei meinem Zahnarztbesuch einen vertrauen Menschen an meiner Seite zu haben der einem hilft die Angst zu überwinden oder mir das Gefühl gibt nicht ganz ohne "Schutz" zu sein ist sehr angenehm. Ich meine damit nicht direkt den Schutz vor dem Zahnarzt, sondern den Schutz das einem die eigene Angst nicht überwältigt. Aber eine fremde Frau durch halb Deutschland reisen zu lassen damit sie mir dann die Hand hält finde ich eine merkwürdige Vorstellung, die ich trotz der großen Angst schon fast befremdend finde.

    Ich habe große Hochachtung vor Menschen die Anderen in solch einer schwierigen und angsterfüllten Situation helfen, aber mein persönlicher Traum wäre die Vorstellung das diese Person der Zahnarzt selber ist. Nur dieser Gedanke, diese Zuversicht und Hoffnung hilft mir im Moment persönlich dabei ein Stück der großen Angst zu überwinden.






  2. #2
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    Treffender hättet Ihr Beiden es nicht formulieren können.
    Bodyguard heißt ja Leibwächter und den braucht man beim Zahnarzt nicht, denn dieser will einen ja nicht umbringen. Allerdings habe auch ich schon Menschen zum ZA begleitet, aber aus dem Grund, den Du, Morgi, genannt hast. Einen liebevollen Menschen bei sich zu haben, der einem die Hand hält, Mut zu spricht o.ä. kann schon für einige sehr hilfreich sein.
    Gruß, Renate.


  3. #3
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    Hallo Morgi,
    genau aus diesem Grund haben sich ZÄ auf Angstpatienten spezialisiert, denn Schutz erfährt der Angstpatient nur den Behandler selbst. Ihr persönlicher Traum findet die Erfüllung in der Behandlerliste unter
    www.oralophobie.de dort: Infomarkt.


  4. #4
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    Guten Tag!
    Ich selbst würde vielleicht eine Freundin zum ZA begleiten oder einen Verwandten. Einfach um da zu sein. Um, lapidar ausgedrückt, Händchen zu halten. Mir würde es auch nichts ausmachen, wenn jemand mich begleitet, wenn ich einen Termin bei meinem ZA hätte. Das kann helfen Ängste abzubauen. Aber wie soll ein Angstpatient zu einer wildfremden Person in so kurzer Zeit Vertrauen aufbauen können?
    Dieser Artikel in der Bild der Frau ist da ja wohl mißlungen!
    Mfg
    Heike


  5. #5
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    sorry, daß ich hier anonym schreibe aber da ich niemanden persönlich angreifen möchte, denke ich, daß dies akzeptiert wird, weil ich mir so einige gedanken zu den abgegebenen postings gemacht habe und diese einfach nur mal zur diskussion stelle.
    sollte dennoch bedarf an einer weiterführenden aussprache bestehen, stehe ich gerne zur verfügung und werde mich dann den entsprechenden personen gegenüber outen, wenn dies hier signalisiert wird.

    @dr. macher:
    ...ständige selbstdarstellung von frau h. ...
    ...selbsternannte "schutzexpertin" wichtigtuerisch...
    in anbetracht der tatsache, daß ich ihren gleichlautenden text in der letzten zeit in drei unterschiedlichen foren lesen durfte, in denen sie auch ständig unter angabe ihrer hompage-adresse posten und ihre liste anpreisen, ist die frage der selbstdarstellung doch wohl ein bumerang. wenn sie zusätzlich nichts weiter auszusetzen haben als den begriff "bodyguard" und die dazugehörigen assoziationen, dann wäre die kritik wohl eher gegen das wort und nicht gegen die person zu richten. persönliche aversionen sollten in diesen foren doch aussen vor bleiben. jedenfalls wenn man sich eine psychologische schulung nicht nur auf das praxisschild, sondern auch uns herz geschrieben hat.
    ich empfinde das herumhacken auf frau h. eher als peinlich, zumal sie sich in meinen augen auch durchaus um viele angstpatienten verdient gemacht hat, indem sie als "begleitung" die ersten behandlungstermine der zukünftigen patienten unterstützt hat.

    @frau soldan, renate, renate soldan, webmaster oder welche anreden sich auch immer noch finden lassen.

    ich sehe eigentlich keine sehr großen unterschiede in ihrem aufopferungsvollen, zeitintensiven engagement und dem von frau h..
    sie beide machen sich um die patienten verdient, die durch ihre unterstützung wieder vertrauen in die zahnärztliche behandlung bekommen. ich frage mich nur warum zwischen ihnen sooo große differenzen bestehen? ist das neid oder konkurenzkampf? liegt es daran, daß die eine eher den weg über den glauben wählt und die andere nicht?
    wäre es nicht wundervoll. wenn sie beide nicht gegeneinander sondern miteinander arbeiten könnten?

    vielleicht könnte sogar ein guter, psychologisch ausgebildeter mitmensch - ich denke da an herrn mehstedt - die wogen glätten und vermittelnd eingreifen.

    liebe grüße
    ein gast, der es gut meint



    Bearbeitet von - gast am 08/05/2002 21:47:45

  6. #6
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    Lieber Gast,

    Du sprichst mir so aus der Seele. Ich habe schon die ganze Zeit überlegt, wie ich auf diesen Tread antworten kann, habe leider nicht die richtigen Worte gefunden. Aber Du hast es genau auf den Punkt gebracht!

    Ich war/bin selbst Betroffene und habe durch Frau H. echte Hilfe bekommen. Zwar war sie bei mir nicht als Bodyguard dabei (ich find den Namen eigentlich gar nicht schlimm), aber sie hat mir die Adresse von meinem Zahnarzt gegeben, einer der es wirklich geschafft hat, mit mir meine Angst zu besiegen und mir wieder Selbstvertrauen zu geben.

    Frau H. hat mich bis zum Schluss unwahrscheinlich unterstützt und mir soviel Mut gegeben, dass ich wirklich emotional auf den obrigen Beitrag reagiert hätte und es deshalb gelassen hab.

    Letztes Wochenende hatte ich das Glück Frau H. persönlich kennenzulernen und auch hier hat es sich bestätigt, dass es sich um eine ganz liebe Person handelt, die wirklich mit Herzblut bei der Sache ist und nicht aus irgendwelchen selbstdarstellenden Gründen.

    Dir, lieber Gast nochmals viele Dank! Auch ich hoffe, dass sich Menschen, die anderen helfen wollen, zusammentun und nicht gegeneinander kämpfen, denn dazu ist das Thema viel zu wichtig!

    Liebe Grüsse
    Mutdackel



    Bearbeitet von - Mutdackel am 09/05/2002 18:32:42

  7. #7
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    Hallo Gast,
    die unterschiedlichen Namen (die alle meine Realnamen sind) ergeben sich aus folgendem Sachverhalt:
    1. Für die meisten bin ich einfach Renate
    2. Manche möchten nicht einfach duzen oder geduzt werden und schreiben mich mit Frau Soldan an, entsprechend schreibe oder reagiere auch ich, da ich das Anliegen anderer respektiere.
    3. Da ich eine eigene HP und ein Forum habe bin ich Webmaster. Gelegentlich ergeben sich allgemeine Ankündigungen und Fragen (auch technische)die ich, wie im Net allgemein üblich, dann mit R.Soldan/Webmaster in MEINEM Forum beantworte (so viel also zu den Namen).

    Zwischen den Foren sehe ich keinen Konkurrenzkampf, ebensowenig wie zwischen Menschen die anderen helfen möchten - sondern wertvolle Ergänzungen, da sie z.T. andere Schwerpunkte setzen. Hinzu kommt: Der eine fühlt sich in dem einen Forum wohl, der andere wieder in einem anderen, der Umgangston kann auch sehr unterschiedlich sein und manche springen halt oder posten "überall".

    Im übrigen wähle ich nicht "eher den Weg über den Glauben", wie Du schreibst,, aber ich beziehe ihn durchaus mit ein da er eine für mich bedeutsame Rolle spielt. Ansonsten bin ich einfach nur da, mit meinem Wissen, meinen Schwächen und Stärken und bemühe mich SERIÖSE Behandlungs- und Bewältigungsstrategien aufzuzeigen.

    Schlußsatz: Aus meiner Sicht gibt es nichts zu vermitteln (wird aus dem bisher Geschriebenem sicher auch deutlich warum) und keine Wogen zu glätten.
    Ich denke auch, das es nicht Mats Aufgabe ist einzugreifen, denn es gab ja keinen öffentlichen Forumsstreit zwischen Frau... und mir.

    Viele Grüße,
    Renate.


  8. #8
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    liebe renate,
    ich wähle das du als anrede, weil ich die diskussion vereinfachen möchte, du konntest dich ja noch nicht so ganz festlegen.
    (du siehst, ich schreibe "liebe" , ich kann also deine feine art zu unterscheiden durchaus werten)
    es ist sehr schade, daß die fronten aus deiner sicht so verhärtet scheinen. deine argumente kann ich zum teil sehr gut nachvollziehen, nur werden sie manchmal etwas konfus und beginnen dann auch sich zu widersprechen, so daß ich dir dann nicht mehr folgen kann.
    du schreibst einerseits, daß es keinen konkurrenzkampf gibt, andererseits unterstellst du, indem du dich (in großbuchstaben) als seriös beschreibst anderen das gegenteil. so etwas tut man doch nur um den anderen herabzusetzen.
    einerseits formulierst du sehr vorsichtig und unterstützt deine forumsteilnehmer sogar durch gebete, was vielen sehr helfen kann, andererseits läßt du es zu, daß deine mitmenschen in übelster art und weise angegriffen werden und unterstützt diese böswilligekeit noch durch zustimmung mit einem hämisch grinsenden smily.
    als beispiel die beiträge 1 und 3 aus diesem thema.
    hast du die wortwahl des ersten beitrags einmal beachtet?
    - horrender blödsinn
    - militant
    - bösartig
    - ...selbsternannte "schutzexpertin" wichtigtuerisch
    - blödsinn
    - billig
    - selbstdarstellung

    du würdest doch so eine sprache in deinem forum nicht dulden, wenn sie gegen deinen dr. macher erhoben würde.
    denke einmal darüber nach, wie das mit der nächstenliebe aussehen könnte, wenn man/frau es ernst meint
    liebe grüße
    gast


  9. #9
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    Wenn man bedenkt, dass es vielleicht 15 Millionen Menschen in Deutschland gibt, die unter phobischen Zahnbehandlungsängsten leiden benötigen wir wohl mindestens 15 000 Zahnärzte und 15 000 Psychologen, die sich auf dieser Problematik spezialisieren. Wir haben aber kaum ein Handvoll Zahnärzte, die sich damit beschäftigen. Sollten wir nur diejenigen zählen, die sich von morgens bis Abends nur mit Phobikern beschäftigen ist es eigentlich nur die Klinik in Bochum und wir hier in Hamburg. In einer Durchschnittswoche werden bei uns 65 Phobiker behandelt.
    Der Zeitaufwand der benötigt wird für die psychologische Betreuung von Angstpatienten kann über die Kasse nicht abgerechnet werden, weil diese Problematik dort nicht bekannt ist. Meistens kann man den Patienten auch nicht zumuten, diese Kosten selbst zu bezahlen. Es ist also finanziell nicht besonders sinnvoll für einen Zahnarzt, sich mit Angstpatienten zu beschäftigen. Ausserdem haben wir z Zt eine Budgetierung, die die Kosten für Zahnbehandlungen auf 50 Euro pro Patient begrenzt. Das heisst, das die Untersuchung und vielleicht die erste Füllung von der Kasse bezahlt wird. Sollte der Patient einen grösseren Behandlungsbedarf aufweisen, und dass tun Angstpatienten in der Regel wenn sie viele Jahre oder Jahrzehnte nicht in Behandlung waren, dann muss der Zahnarzt diese Behandlungen nicht nur umsonst ausführen, sondern er muss die dabei entstehenden Kosten auch selbst tragen. Es ist also gar nicht so schwer zu verstehen, dass die Zahnärzte hierzulande wenig Interesse daran haben, Angstpatienten zu behandeln. Die meisten wissen auch nicht wie, weil sie die dafür nötige Ausbildung nicht haben. Der Durchschnittszahnarzt in Deutschland hat keine einzige Vorlesung in Psychologie gehört. Warum man sich dann als Betroffene besondere Mühe macht, einen Zahnarzt anzugreifen der sich für die Behandlung dieser Patienten extra eine lange Ausbildung angeeignet hat, wie Dr Macher, finde ich merkwürdig. Wer sich mit dieser Problematik als Zahnarzt beschäftigt tut es aus Interesse und Mitmenschlichkeit, es gibt da kein Geld zu verdienen und keine Preise zu gewinnen. Als Therapeut kann man für die Mühe eigentlich nicht einmal Dankbarkeit verlangen, und das tun wir auch nicht. Aber ich glaube schon das Dr Macher verlangen kann, dass er für sein Einsatz zumindest nicht angegriffen wird.
    Es ist richtig wie Dr Macher sagt, dass Zahnbehandlungsphobie von einem Spezialisten behandelt werden sollte. Etwa die Hälfte der Phobiker haben auch andere psychische Probleme, die die Zahnbehandlung erschweren kann, wenn man nicht weiss, wie man darauf eingehen muss. Viele Angstpatienten sind aber sonst psychisch gesund und oft genug kann es ausreichend sein, einfach einen freundlichen Zahnarzt zu haben, der etwas zuhören kann und die Angst respektieren kann. Aber bei vielen Angstpatienten ist freundlichkeit nicht genug. Man muss halt einiges über Ängste und Verhaltensmodifikation gelernt haben. Wer 5 Jahre oder mehr Psychologie studiert hat hat es nicht umsonst getan. Er kann mit diesen Kenntnissen einen Angstpatienten besser helfen als jemand der diese Ausbildung nicht hat.
    Wir unterstützen bei uns durchaus das Patienten einen Vertrauensperson mitbringen, diese Personen dürfen auch gerne bei der Behandlung dabei sein. Gerade am Anfang der Therapie kann dies eine grosse Hilfe für den Patienten sein. Ich verstehe aber nicht, warum man als Laie ein "Projekt Bodyguard" startet, damit in der Regenbogenpresse Werbung macht und dann durch ganz Deutschland reist um auf Michelin-Art und auf Kosten der Krankenkasse Zahnärzte auf ihre Freundlichkeit testet. Warum muss jemand aus dem Grossraum Hamburg, wo über 3 Millionen Menschen leben, eine fremde Frau aus Kassel dafür bezahlen, dass sie nach Hamburg kommt und als Leibwächter bei einem Besuch bei einem freundlichen Zahnarzt agiert? Ist das gesund? Natürlich gibt es einsame Menschen, die keine Freunde haben, aber für dieses Geld könnte man bestimmt etwas anderes machen? Frau H empfiehlt offensichtlich diese Menschen NICHT zu den Spezialisten zu gehen, sondern lieber zu anderen Zahnärzten, die sie "geprüft" hat. Wie ich schon gesagt habe können wir ja sowieso nicht alle behandeln, aber warum wird es davon abgeraten, zum Spezialisten zu gehen? Stattdessen werden die dgzh-Zahnärzte empfohlen. Dies sind Zahnärzte, die an Fortbildungen teilgenommen haben, wo man beigebracht wird, dass man auf Betäubungsmittel verzichten solle um den Patienten Schmerzfreiheit durch Suggestionen zu geben. Hier werden Patienten mit weitaus grösserer Sicherheit traumatisiert als wenn sie sich einfach bei den erstbesten Zahnarzt um die Ecke behandeln lassen.
    Wenn man als Laie einen Beitrag leisten möchte, dann könnte man sich ja dafür einsetzen, dass die Zahnmedizinstudenten in der Behandlung von Angstpatienten ausgebildet werden und vor allem in der Vorbeugung von solchen Ängsten. Das bringt vielleicht nicht gleich Erfolg und es wird wohl auch nicht darüber in Bild der Frau berichtet, aber langfristig könnte es sehr vielen Menschen helfen. Man könnte sich auch vorstellen, dass man so oft wie möglich bei den Kassen anruft und fragt, wieso diese 15 Millionen Menschen so behandelt werden als existieren sie nicht.
    Mats Mehrstedt


  10. #10
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    Lieber Herr Mehrstedt,

    ich achte Ihre Leistung besonders hoch. Wenn ich als Angstpatient zwischen Ihnen und Dr. Macher wählen müsste, so wären Sie allein durch Ihre menschliche Art haushoch überlegen und meine aller erste Wahl.

    Dennoch muss ich Ihnen wiedersprechen:

    Ich verstehe aber nicht, warum man als Laie ein "Projekt Bodyguard" startet, damit in der Regenbogenpresse Werbung macht

    Wenn man oft die "Bild der Frau" liest, wird man schnell festgestellen, dass der Artikel - an dem sich hier jetzt viele aufgeilen, aufreiben und hochschaukeln - nichts weiter als ein Folgeartikel war.
    Fakt ist: Die "Bild der Frau" hat Fr. H. die Bude eingerannt, um einen Folgeartikel bringen zu können.

    Ich bin sicher, dass einige Zahnärzte (Ihnen Herr Dr. Mehrstedt unterstelle ich das nicht!!!) überhaupt nicht davon abgeneigt gewesen wären, wenn man ihnen die gleiche Chance eingeräumt hätte. Zumal es doch psychologisch gesehen sehr dem Ego schmeichelt. Oder?

    Schliesslich gibt es ja auch den einen oder anderen Filmberichte über Zahnärzte. Ich erinnere mich dabei an die Implantatologie. Wo man doch tatsächlich gewagt hat zu zeigen, wie schnell so etwas gehen KANN. Lieber Herr Dr. Mehrstedt, war es da nicht genau so ein "in der Luft zerreissen" des betreffenden Zahnarztes, der sich für diesen Film zur Verfügung gestellt hat??? Eben weil viele Ärzte der Meinung waren, dass den Patienten über die Einheilungszeit zu grosse Hoffnungen geweckt wurden.

    Man kann zwischen diesen beiden Fällen sehr gute Parallelen ziehen und wird viele Gemeinsamkeiten finden. Mit dem kleinen Unterschied, dass der Zahnarzt nur Angriffe von Ärzten bekam, während seine Praxis (bzw. die der Implantatologen) regen Zuspruch bekommen hat.

    Fr. H. wird hier jedoch absichtlich von zwei Seiten (Ärzte als auch die Dr. Macher-Fraktion) niedergemacht. Obwohl es meiner Ansicht nach dazu keinen Grund gibt! Oder doch? Na ja, wenn man gern diversen Gerüchten Glauben schenken mag, dann braucht man sich auch nicht zu wundern.
    Aber mal ehrlich: Hat sich dieses Gerücht bereits in irgend einer Art und Weise bestätigt? Oder wurde da nicht etwas aus lauter Boshaftigkeit in die Luft gesetzt?

    und dann durch ganz Deutschland reist um auf Michelin-Art und auf Kosten der Krankenkasse Zahnärzte auf ihre Freundlichkeit testet.

    Mich würde interessieren, woher Sie die Gewissheit nehmen, dass hierbei immer die Krankenkassen in Anspruch genommen wurde. Ist es nicht viel mehr so, dass die Krankenkasse bei zu häufigen Wechsel in Streik tritt?

    Warum muss jemand aus dem Grossraum Hamburg, wo über 3 Millionen Menschen leben, eine fremde Frau aus Kassel dafür bezahlen, dass sie nach Hamburg kommt und als Leibwächter bei einem Besuch bei einem freundlichen Zahnarzt agiert? Ist das gesund?

    Weil man als Phobiepatient total vereinsamt, weil man nicht mehr in der Lage ist sich jemanden anzuvertrauen, der nicht selbst diese Situation kennengelernt hat. Weil man für seine Ängste heute immer noch belächelt und nicht ernst genommen wird. Und weil man immer noch auf Zahnärzte trifft, die damit überhaupt nicht umzugehen wissen.
    Wenn man jedoch seelisch ausgeglichen ist, dann macht es einem nichts aus, mal zynisch, ironisch oder sarkastisch behandelt zu werden. Das kann man dann sehr gut schlucken und dabei denken *leck mich doch*. Leider funktioniert das bei einem Phobiepatienten überhaupt nicht. Die Schwelle der Verletzbarkeit ist sehr schnell erreicht und der Phobiepatient macht nichts anderes, was er schon vor Jahren getan hat - er versteckt sich wieder in seinem Schneckenhaus.
    Um diese Panik zu überwinden, ist es oftmals hilfreich von aussen einen Schups zu bekommen und das können nur die Leute, die selbst mal in der Situation waren. Ich denke, es kommt dann nicht mehr darauf an, ob man nun 50 Euro für eine Fahrkarte mehr ausgibt, wenn sich die Hilfe lohnt. Zumal die Zahnarztkosten ja in solchen einem Fall wie den unsirgen schon in die Tausende gehen. Warum dann kleinlich denken?

    Psychologen .... ääähm .. ich bitte Sie. Es gibt gute ja sogar sehr gute Psychologen (ist wie ein 5er im Lotto oder eine Nadel im Heuhaufen zu finden), die ihre Qualitäten schon mit in die Wiege bekommen haben. Und es gibt die Psychologen bei denen 5 Jahre und mehr nicht ausreichen, um annähernd das nachvollziehen zu können, was den Patienten tatsächlich bewegt.

    Schon aus diesem Grund könnte ich Dr. Macher als Phobiepatient nicht für mich wählen. Zu oft kommt in seinen Postings die Arroganz und Überheblichkeit zum Vorschein, aber ich bin auch ein sehr sensibler Mensch der zwischen den Zeilen liest und so etwas nicht unbedingt in den Gehörgängen braucht.

    Lieber Herr Dr. Mehrstedt, ich hoffe sehr, dass dieser Ton nicht auf Sie abfärbt.

    Dir, liebe Renate, kann ich nur wärmstens ans Herz legen nicht die (Schmutz-)Arbeit für andere zu erledigen, denn auch für dich wird mal der Tag kommen, an dem dir kräftig von dieser Seite ins Kreuz getreten wird. Sicher wirst du es nicht wahr haben wollen, aber ich gebe dir Brief und Siegel, dass du eines Tages an meine Worte denken wirst.

    Liebe Grüsse
    Gast


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