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Thema: zahnarztphobie sendung vom 23.10.07

  1. #11
    Junior Member
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    22
    Hallo,

    man sollte sich die Zielgruppe solcher Sendungen ansehen, und schon wird einem klarer warum in solch reduzierter Form berichtet wird. Dieser Sender hat nicht den Anspruch echte Informetionen oder gar Wissen zu vermitteln, sondern springt schlicht jedem noch so hohlen Trend hinterher.
    Ein kleines Beispiel: Ich betreibe nebenbei noch eine kleine Tierhilfe, ich wurde schon mehrfach gebeten in einschlägigen Magazinen Beiträge zu schreiben. Ich habe das abgelehnt,da diese Magazine keinesfalls an echten, gut recherchierten* Beiträgen interessiert sind, sondern meine Beiträge nur als Füllsel für die kommerziellen Zwecke dieser Magazine dienen sollen. Umso schlimmer wäre es, wenn ich Zeit investierte, um dann einen Beitrag zu schreiben der diesen Herrschaften ganz und gar nicht gefallen würde. Also setzt man einen Studenten an goggel und der schreibt sich was zusammen. :-)

    Die Behandlung in VN halte ich durchaus für gerechtfertigt, auch und ich betone das, auch wenn der Patient dann wieder aus Angst nicht zum ZA geht. Auch dazu hat der Patient ein Recht, selbst wenn wir alle hier ihm wünschten er könne seine Furcht überwinden und uns glauben das es auch einen Ausweg ohne VN gibt.

    LG Auchich




  2. #12
    Senior Member
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    112
    Es ist richtig, dass es den Sendern im Grunde (meistens) nur um die Quote geht. Entsprechend reisserisch muss die Sendung gemacht sein. Ausserdem muss das Thema eine möglichst breite Masse interessieren. Manchmal soll auch nur der Voyeurismus des "geifernden" Publikums befriedigt werden (Von mir wollen die entsprechenden Sender oft einen Patienten mit einem möglichst "schrecklichen" Gebiss. Welcher Angstpatient würde sich bei so einem Sender outen wollen? Ich bestimmt nicht.)

    Am schlimmsten sind die "Unterhosensender" die mit schrillen Farben,durchgeknallten Moderatoren (und bezahlten Akteuren) sich möglichst unterschichtig und tabulos präsentieren.

    Das ist aber nicht das Problem, sondern dass Oralophobiker einen Weg aus der Angst suchen, weil Sie verzweifelt und hilflos sind.
    Wer VN als Lösung anbietet, zeigt, dass er von Psychologie keine Ahnung hat (ein psychisches Problem ist mit VN eben nicht lösbar). Meiner Erfahrung nach geht es bei diesen Behandlern um ganz andere Dinge.

    Natürlich kann im Rahmen eines Anti-Angst-Trainings für Oralophobiker eine VN indiziert sein, dann ist dies aber ein in das psychologische Konzept eingebundener sinnvoller Schritt.

    VN heilt keine Angst!

    Allen alles Gute zum Jahreswechsel und ein angstfreies 2008!


    Dr. P. Macher
    Zahnarzt und Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

    --Oralopphobietherapie-

    Hauptstrasse 77 77855 Achern

    Tel: 07841 290855

  3. #13
    Junior Member
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    6
    Ich möchte nur mal kurz auf die Sendung zum Thema Zahnarztangst (RTL II) eingehen. Mich würde interessieren, wie ihr diesen Beitrag beurteilt. Aus meiner Sicht fand ich es nicht toll, dass man in dieser Sendung die VN als die "Top"-Alternative zur Behandlung von Angstpatienten präsentiert hat. Ich bin der Meinung, dass diese Form den letzten Ausweg darstellt. Auch ich bin eine "schwierige" Patientin mit großer Angst und einer für den ZA erschwerten Behandlung vor allem durch meinen stark ausgeprägten Würgereiz. Trotzdem habe ich die VN nie als erste Option einer Behandlung in Betracht gezogen. Ich habe einige ZA kennengelernt, die mit meiner Problematik nicht umgehen konnten und immer nur propagierten, dass bei mir nur eine Behandlung mit VN möglich wäre. Seit einiger Zeit gehe ich nun zu einem sehr netten und verständnisvollen ZA, der mir von Anfang an die Angst genommen hat und auch mit meinem Würgereiz umgehen kann. Er war der Einzige von denen, die ich konsultiert hatte und bei denen ich zum Erstgespräch war, der mir Mut gemacht hat, dass auch bei mir eine Behandlung ohne VN möglich ist. Heute bin ich froh, diesen ZA gefunden zu haben und "gemeinsam" haben wir schon einige Termine durchgestanden. Ohne die Behandlung bei Bewusstsein würde ich es nie schaffen, meine Ängste langsam zu überwinden(angstfrei bin ich noch nicht). Selbstverständlich gibt es Situationen, in denen eine VN unumgänglich ist, jedoch sollte man vorher die Risiken mit abwägen.
    In der Sendung auf RTL II hätte man vordergründig die Behandlungsformen vorstellen sollen, die auch einen Abbau der Angst ermöglichen. Was bringt es einem, wenn am Ende alles im Schlaf saniert ist, aber man anschließend die nächsten Jahre wieder keine ZA-Praxis betreten kann - und das in VN Geschaffene dann erneut "zerstört" wurde?

    Wie ist Eure Meinung zu obiger Thematik?

    Falls es Ihnen zeitlich möglich ist, Herr Dr. Mehrstedt, wäre es schön, wenn Sie vielleicht auch Ihren Standpunkt zum gesendeten Beitrag im Forum einstellen könnten.

    Viele Grüße

    ein Angsthase


  4. #14
    Junior Member
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    8
    Es ist schon eine Möglichkeit bei Angstpatienten schnell viele Zähne in Ordnung zu bringen. Ich selber habe mir vor ein paar Jahren unter Vollnarkose meine Zähne sanieren lassen. Klar war die Angst dann nicht weg aber es hat mich doch sehr beruhigt und da der Zahnarzt auch nett war und auf mich einging konnte ich auch danach ganz gut zum Zahnarzt gehen. Leider hatz der sich dann eine andere Praxis gesucht und wurde sehr komisch zu mir. Naja eher unfreundlich und verständnisslos. Bin dann nicht mehr hin.

    Also ich finde es ist keine Möglichkeit Ängste abzubauen aber es hat MICH schon beruhigt zu wissen , das Meiste ist erledigt und Schmerzen damit auch!


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