+ Antworten
Seite 1 von 2 1 2 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18

Thema: Langer Bericht über meine ersten Schritte

  1. #1
    Administrator
    Registriert seit
    Nov 2001
    Beiträge
    788
    Ich bitte Sie. Von einer Therapie der Ängste sind alle diese Erlebnisse weit entfernt. Zahnbehandlungen können, sollen und müssen schmerzfrei, ruhig und für den Patienten kontrollierbar sei. Dies hört sich eher wie die Schilderungen eines Kriegskorrespondenten an.
    MM


  2. #2
    Junior Member
    Registriert seit
    Apr 2002
    Beiträge
    11

    Ich bitte Sie. Von einer Therapie der Ängste sind alle diese Erlebnisse weit entfernt. Zahnbehandlungen können, sollen und müssen schmerzfrei, ruhig und für den Patienten kontrollierbar sei. Dies hört sich eher wie die Schilderungen eines Kriegskorrespondenten an.


    Der Zahnarzt, bei dem ich in Behandlung bin, hatte mir von vorn herein gesagt, dass alles machbar sei, aber nichts sein müßte, was ich nicht will. Mit seiner Behandlung bin ich wirklich sehr zufrieden. Die Analgosedierung war der wahrscheinlich schnellste und beste Weg, um einen schnellen gesundheitlichen Erfolg zu erzielen. Die Narkose hätte ich nicht über mich ergehen lassen, wenn ich gewußt hätte, wie der gesamte Weg verläuft und vor allem welche Metzger dort in der Chirurgie arbeiten. Ich weiß auch nicht, ob mein Zahnarzt weiß, zu wem er mich geschickt hat und evtl. nur von deren Ergebnissen zufrieden war. Dagegen kann ich auch nichts sagen. Und ja, ich verstehe die Art der Chirurgen dort auch. Die fertigen am Tag mit Sicherheit um die Hundert Patienten ab. Viel Zeit für Sensibilität bleibt da nicht. On das wiederrum richtig ist, will ich nicht entscheiden.

    Trotz allem bin ich wirklich unheimlich froh, dass das nötigste gemacht wurde und alle schlimmen Baustellen entfernt oder behandelt wurden.

    Gruß,
    Karsten.



  3. #3
    Member
    Registriert seit
    Jan 2002
    Beiträge
    85
    Hallo Karsten, Deinen Bericht finde ich weitgehend ziemlich schockierend und gleichzeitig staune ich, das Du "normale" ZA-behandlungen, dank Deines Zahnarztes und Deinen Mutes, anscheinend gut bewältigen kannst. Das es in der Kieferchirurgie glücklicherweise nicht so laufen muß, wie Du es erlebt hast, weiß ich aus einigen anderen Erfahrungsberichten. Dein Erlebnis mit dem ZA bzw. KFC erinnert mich eher an einen ! Wünsche Dir bessere Erfahrungen und allen Teilnehmern hier, das sie sich von Deinem Bericht (der sicher nicht ängstigen sollte, aber es doch irgendwie tut) nicht zu sehr erschrecken lassen.
    CU, Renate

    P.S. Ein Prof. Dr.Dr. sagt noch nicht unbedingt was über seine Qualitäten.


  4. #4
    Junior Member
    Registriert seit
    Apr 2002
    Beiträge
    11
    Hallo Renate!

    Sicherlich war mein Bericht nicht als abschreckendes Beispiel gedacht. Hätte ich vielleicht dazu schreiben müssen. Mit meinem jetzigen Zahnarzt bin ich wirklich sehr zufrieden. Seine Entscheidung, mich zu diesem KFC zu schicken, war sicherlich nicht die beste, aber seine Behandlung - nicht nur die medizinische - fand ich sehr angenehm. Morgen muß ich noch mal zu dem KFC (Fäden ziehen) und danach kann ich wieder zu ihm. Da freue ich mich - auch wenn ich nie geglaubt hätte, dass ich das jemals schreiben würde - regelrecht darauf.

    Das schlimme an der ganzen Sache ist nur, dass ich vor diesem Zahnarzt recht viel Mist erlebt habe. Das traumatisiert - gerade über die lange Zeit - gewaltig. Von daher kann mein Bericht tatsächlich ein wenig übler klingen, als ich ihn klingen lassen wollte. An und für sich wollte ich nur gerade die Zahnärzte loben, die für uns Angsthasen da sind bzw. waren oder generell darauf bedacht sind, dass deren Patienten gut behandelt werden.

    Achja... und auch wenn es so klingt und wahrscheinlich teilweise auch so aussah, war es für mich kein Kinderspiel. Die erste Fahrt dahin hat mich schon drei bis vier Jahre meines Lebens gekostet. Als mich mein ZA dann nach langem Vorgespräch gefragt hat, ob er mir in den Mund sehen darf, war ich festen Mutes. Bis er mir dann sagte, dass ich dafür auf den ZA-Stuhl muß. Ich weiß nicht, wie ich den Weg bis dahin geschafft habe. Die Knie haben gezittert, der ganze Körper gebebt. Und es das schlimmste daran war, dass es nicht steuerbar war. Aber dank der freundlichen Art des ZA war es aber alles andere als unangenehm. Vor der Analgosedierung habe ich aber leider wieder das gleiche durcherlebt. Die Fahrt dorthin, der (direkte) Weg ohne Wartezimmer in den Behandlungsraum - gaaanz schlimm... alles am Zittern. Alle Beteiligten haben mir gut zugeredet, umj mich zu beruhigen. Die Behandlung war dann wirklich hervorragend. Ausschalten, Einschalten, Fertig. Danach eine unheimlich nette Betreuung bis ich wieder gehen durfte. Das ganze war unheimlich schwierig für mich. Rein für die Angst hat es aber noch nichts gebracht, aber ich denke, die Gesundheit geht erstmal vor. Hätte ich das Angebot mir der anschließenden Vollnarkose bei dem KFC abgelehnt, dann wäre ich jetzt wahrscheinlich rein mental weiter. Auf der anderen Seite bin ich aber trotzdem froh, dass ich das nötigste und schlimmste hinter mich gebracht habe. Acuh wenn ich selber keine Vollnarkose für eine solche Behandlung mehr machen würde.

    Ciao,
    Karsten.


  5. #5
    Junior Member
    Registriert seit
    Apr 2002
    Beiträge
    5
    Mich hat der Bericht total erschrocken, besonders díe Stelle wo der Zahnarzt seine Helferin ruft und sagt "Das müssen sie sich ansehen, sowas haben Sie noch nicht gesehen!". Ich war durch den dicken Kloß im Hals fast nicht mehr in der Lage zu schlucken, ist wirklich schlimm wenn sowas unmenschliches gemacht wird.

    Sowieso eine schreckliche Vorstellung wenn der Zahnarzt als erstes sagt "Oh mein Gott" oder ähnliches. Ich glaube mir wären wirklich die Tränen gekommen, und ich hätte mich in Grund und Boden geschämt.

    Eigentlich empfinde ich alleine schon durch meine große Angst oft so, wenn dann noch sowas passiert ist das wirklich sehr schlimm.

    Ich hoffe das Fäden ziehen war weniger schmerzhaft und rabiat...


  6. #6
    Junior Member
    Registriert seit
    Apr 2002
    Beiträge
    11

    Ich hoffe das Fäden ziehen war weniger schmerzhaft und rabiat...


    Ja, ich lebe noch :-)
    Da ich vorher nie Fäden gezogen bekommen habe, weiß ich nicht, ob man das schmerzfrei hinbekommt. Es war auch nicht wirklich schmerzhaft - zumindest nicht heftig. Es war ein unangenehmes kurzzeitiges beißendes Ziehen. Es ging aber schnell vorbei. War also nicht soooo schlimm wie dieses verfluchte Pflaster.

    Und das beste: Ich kann wieder Chips essen :-) Hat gedauert und ich habe es vermisst, aber es ist toll... keine Schmerzen mehr beim Kauen oder so. Das war es wirklich wert.


  7. #7
    Junior Member
    Registriert seit
    Apr 2002
    Beiträge
    11
    Was redet ihr da???Fädenziehen?????
    Gibt es da denn nicht heutzutage schon Fäden die sich nach einer bestimmten Zeit auflösen???
    Ich sterbe wenn ich alles hinter mir habe, hoffentlich per Vollnarkose, und dann doch nochmal auf den Behandlungsstuhl muss um mir Fäden ziehen zu lassen!!
    Liebe Grüsse,
    Sandra


  8. #8
    Junior Member
    Registriert seit
    Apr 2002
    Beiträge
    11
    Tja... da will ich das sagen, was ich davon denke: Fäden die sich auflösen sind kostenloser... so rechnet der ZA noch das Ziehen extra ab. Das ist zumindest meine Vermutung und ich bitte um Korrektur, wenn das nicht stimmt. Denn selbstauflösende Fäden hätten mir verdammt gut getan.

    Insgesamt fand ich das Fädenziehen aber nicht schlimm. Es war unangenehm, aber es waren keine Schmerzen. Vor allem ging es sehr schnell un ddeshalb war auch das von mir beschriebene beißende Ziehen nur von kurzer Dauer. Also davor braucht man keine Angst zu haben. Naja, das sagt scih schnell... ich habe vor dem Termin Blut geschwitzt. Ich hatte mehr Angst davor als vor der Vollnarkose.




  9. #9
    Administrator
    Registriert seit
    Nov 2001
    Beiträge
    788
    In der Zahnmedizin benutzt man die Fäden, die nach einer Zeit wieder entfernt werden müssen. Das Ziehen ist völlig schmerzlos wenn es etwas vorsichtig gemacht wird. Für das Fädenziehen darf der Zahnarzt 8 Punkte berechnen, das ist etwa 6 Euro. Das deckt in etwa die Kosten für den Becher, das Lätzchen und das Gehalt der Helferin. Allerdings haben wir eine Budgetierung heutzutage, die mit Sicherheit schon beim ersten Besuch überschritten wurde. Hier in Hamburg bekommen wir 50 Euro pro Patient. Das ist in etwa eine Untersuchung und eine kleine Füllung. Also zahlt der Zahnarzt selbst die Kosten für das Fädenziehen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Mats Mehrstedt


  10. #10
    Senior Member
    Registriert seit
    Jan 2002
    Beiträge
    112
    Noch was:
    Das Nahtmaterial für die selbstauflösenden Fäden kostet ca. 4-5 Euro und der Pat müsste es eben auch selbst bezahlen. Rolls Royce gibts nicht auf Kasse. Und dann wäre das Geheul über die sooo teuren Zahnärzte auch wieder gross. es wäre also schön, sich bei unserer Gesundheitsministerin zu beklagen, sie verteilt das Geld und macht die Gesetze.
    Nix für ungut!


+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein