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Thema: 20 Jahre Angst

  1. #1
    Junior Member
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    Hallo Steve,
    in einigen Dingen scheint es uns ähnlich zu gehen. Auch mir ist seit ca. 20 Jahren bewußt (mehr oder weniger), dass ich meine Angst vor Zahnbehandlungen irgendwie überwinden muss. Doch richtig aktiv wurde ich erst vor ungefähr 2 Jahren, als ich zunächst diese, und dann auch andere Seiten zum Thema fand.
    Seitdem geht es bei mir nur in ganz kleinen Schritten voran, aber es geht voran. Mit anderen Worten: der Zustand meiner Zähne verbessert sich und wird jetzt nicht mehr "von Tag zu Tag schlimmer. Für mich war es vom Erstgespräch an immer wichtig, dass ich mich "nur" auf den nächsten kleinen Schritt konzentriere. Wenn ich hin und wieder an den übernächsten oder "überübernächsten" denke, sehe ich nur einen riesengroßen, unüberwindbaren Berg vor mir. Mir geht es so, dass ich mir nach jedem Behandlungstermin etwas mehr zutraue. Nach vielen, vielen Terminen habe ich nun, was ich vor einigen Monaten nie für möglich gehalten hätte geschafft, einige Füllungen,und eine Wurzelbehandlung machen zu lassen. Beim nächsten Termin möchte ich mir dann einen Zahnrest ziehen lassen und bin ganz zuversichtlich, dass ich bzw. Dr. Mehrstedt, dies gut schaffen wird.
    Dir wünsche ich viel Kraft, die Angst anzugehen+ alles Gute

    Stephan


  2. #2
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    Hallo Stephan,
    danke für die Bestätigung und den Tip mit den kleinen Schritten. Mal sehen was der Doc sagt. Mir wäre es ja auch ganz recht alles unter Vollnarkose machen zu lassen und hinterher mit der Angsttherapie zu beginnen, damit man erstmal wieder Ordnung in der Sache hat. Aber wie es aussieht ist man bei Dr. Mehrstedt in den richtigen Händen. Gruß Steve

    SB

  3. #3
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    Seit zwanzig Jahren weiß ich schon, dass ich einige Zahnbehandlungen nötig habe. Im Laufe der Zeit hat sich natürlich dieses und jenes verschlimmert. Und ich habe pure Angst! Vor einigen Wochen ist im Sichtbereich unten ein Zahn gebrochen, so dass ich mich jetzt meiner Angst stellen muss, denn so geht es nicht weiter.

    Daraus wird natürlich resultieren, dass alle maroden Stellen, speziell im Backenbereich gemacht werden müssen. Nun steht das alles wie ein Berg vor mir und ich möchte mich jetzt langsam an die Lösung des Problems rantasten. Gott sei Dank, habe ich nun dieses Forum gefunden und stelle fest, dass es vielen Menschen ähnlich geht.

    Ich werde nun mal einen Termin vereinbaren, um erstmal in einem Gespräch das Ausmaß der Katastrophe zu erörtern.

    Hat jemand sich auch schon schrittweise rangetastet und kann mir einen kleinen Bericht dazu geben.

    SB



  4. #4
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    Seit zwanzig Jahren weiß ich schon, dass ich einige Zahnbehandlungen nötig habe. Im Laufe der Zeit hat sich natürlich dieses und jenes verschlimmert. Und ich habe pure Angst! Vor einigen Wochen ist im Sichtbereich unten ein Zahn gebrochen, so dass ich mich jetzt meiner Angst stellen muss, denn so geht es nicht weiter.

    Daraus wird natürlich resultieren, dass alle maroden Stellen, speziell im Backenbereich gemacht werden müssen. Nun steht das alles wie ein Berg vor mir und ich möchte mich jetzt langsam an die Lösung des Problems rantasten. Gott sei Dank, habe ich nun dieses Forum gefunden und stelle fest, dass es vielen Menschen ähnlich geht.

    Ich werde nun mal einen Termin vereinbaren, um erstmal in einem Gespräch das Ausmaß der Katastrophe zu erörtern.

    Hat jemand sich auch schon schrittweise rangetastet und kann mir einen kleinen Bericht dazu geben.

    SB



  5. #5
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    Hallo Steve,

    ich kann Ihr Problem recht gut nachvollziehen, denn ich hatte mich erfolgreich fast 40 Jahre vor dem Zahnarzt gedrückt. Dementsprechend sah das auch aus, was eigentlich ein Gebiss seien sollte. Ich will hier garnicht erwähnen wie oft ich mir und nahestehenden Personen geschworen habe das Problem zu lösen und es trotzdem nicht gepackt habe. Durch Zufall bin ich dann auf dieses Forum gestoßen und mußte erkennen, daß es viele Menschen gibt, die mein Problem teilen. Irgendwie war es ein erleichterndes Gefühl, aber den größten Anstoß erhielt ich durch einen Fernsehbeitrag der sich mit der Arbeit von Herrn Mehrstedt beschäftigte. Ich weiß heute, nach fast genau 2 Jahren, nicht mehr so genau woher ich meinen Mut nahm an Herrn Mehrstedt einen Brief zu schreiben, zum Telefonieren hat dieser Mut nicht gereicht, jedenfalls bot er mir einen Gesprächstermin für Anfang September 2003 an. Im Vorfeld hatte ich Angst, die ich hier nicht zutreffend beschreiben kann. Ich habe mich nicht einmal getraut meiner Frau von meinem Vorhaben zu berichten, denn bis zum letzten Augenblick habe ich an mir selbst gezweifelt. Jedenfalls bin ich am 2.September nach Hamburg gefahren, ich wohne im Berliner Umland, und habe gehofft die Peinlichkeit zu überstehen, denn die Angst vor der notwendigen Behandlung war nicht größer als die Scham das Trümmerfeld in meinem Mund vorzeigen zu müssen. Irgendwie bin ich dann im neutralen Besucherzimmer von Herrn Mehrstedt gelandet und habe ihm meine Leidensgeschichte vorgetragen, eigentlich hat er nur zugehört und mir das Gefühl gegeben, daß ich nicht der einzige Angsthase auf der Welt bin. Irgendwann hat ermich dann gefragt, ob er sich die Angelegenheit denn mal ansehen könnte, ich hatte nichts dagegen, denn ich bin kein Freund von " kleinen Schritten ".
    Ich habe den Wunsch geäußert, möglichst schnell eine Behandlung unter Vollnarkose durchführen zu lassen, was Herr Mehrstedt auch befürwortete. Nach seiner Untersuchung befand er lediglich 3 Zähne für erhaltenswert. Ende September war es dann soweit, in Begleitung meiner Frau erschien ich in Hamburg, nur Leute die aufs Schafott mußten können so gefühlt haben wie ich zu diesem Zeitpunkt. Bitte lachen Sie jetzt nicht, wenn ich jetzt schreibe, daß das Procedere toll war, die Narkose werde ich niemals vergessen, ein Verdienst des Narkosearztes und seiner netten Gehilfin. Ich erwachte und hatte Zähne, wenn auch künstliche , im Mund Mund und das ohne Schmerzen. Bis zur endgültigen Prothese hat es noch ein paar Monate und einige Besuche bei Herrn Mehrstedt gedauert, es war aber zu keinem Zeitpunkt unangenehm. Ich bin Herrn Mehrstedt unendlich dankbar und kann ihn uneingeschränkt empfehlen. Vielleicht fragen Sie Sich woher ich meinen Mut genommen habe, ganz einfach, ich habe zwei allerliebste Enkel und ich woollte einfach nicht das die beiden mich mal fragen warum ich so schlechte Zähne habe, so hat nun jeder so seine Motivation. Ich wünsche Ihnen jedenfalls alles Gute auf Ihrem Weg. Herzliche Grüße Peter


  6. #6
    Junior Member
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    Lieber Peter,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. Es macht mir Mut, dass Sie von einer erfolgreichen Behandlung berichten. Ich werde über weitere SChritte hier im Forum berichten.

    Gruß
    Stephan

    SB

  7. #7
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    Hallo Steve,

    ich war in einer ähnlichen Situation, so die letzten 10 Jahre.
    Gestern wurde, nach diversen Vorterminen, unter Vollnarkose eine Grundsanierung gemacht, unter anderem einige bis auf das Zahnfleisch abgebrochene Zähne entfernt.
    Auch ich bin neuen Zähnen aufgewacht, an die ich mich noch gewöhnen muss, ist im Moment ein wenig unangenehm, wegen der Wundschmerzen, aber halb so wild, dank Schmerztabletten. Bis morgen sollte die Wunden entgültig geschlossen sein.
    Wie bei Peter geht mein Dank an Dr. Mehrstedt und das Narkoseteam. War eine super Leistung.
    Also, Steve, nur Mut, du packst das!!
    Gruß Micha



  8. #8
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    Seit zwanzig Jahren weiß ich schon, dass ich einige Zahnbehandlungen nötig habe. Im Laufe der Zeit hat sich natürlich dieses und jenes verschlimmert. Und ich habe pure Angst! Vor einigen Wochen ist im Sichtbereich unten ein Zahn gebrochen, so dass ich mich jetzt meiner Angst stellen muss, denn so geht es nicht weiter.

    Daraus wird natürlich resultieren, dass alle maroden Stellen, speziell im Backenbereich gemacht werden müssen. Nun steht das alles wie ein Berg vor mir und ich möchte mich jetzt langsam an die Lösung des Problems rantasten. Gott sei Dank, habe ich nun dieses Forum gefunden und stelle fest, dass es vielen Menschen ähnlich geht.

    Ich werde nun mal einen Termin vereinbaren, um erstmal in einem Gespräch das Ausmaß der Katastrophe zu erörtern.

    Hat jemand sich auch schon schrittweise rangetastet und kann mir einen kleinen Bericht dazu geben.

    SB

  9. #9
    Senior Member
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    Hallo Peter,
    bin grad das erste Mal in so einem Forum, habe deinen Beitrag gelesen und heule wie ein Schlosshund...Bin seit 10 Jahren nicht mehr beim ZA gewesen und nötig ist's mehr als! Damals habe ich 'ne Behandlung unter Vollnarkose machen lassen. Leider war ich nach der ersten Behandlung nicht mehr in diesem Gebiet - damit hatte sich DAS Thema auch erledigt. Ich bräuchte auch kosmetische Geschichten, Schneidezahnersatz, etc. Weißt du(oder jemand anders), wie die Kosten bei z.B. einer Vollnarkosebehandlung übernommen werden? Denn ich bin bestimmt noch nicht, nein, noch gar nicht so weit, nur mit Therapie an die Sache heranzugehen. Und ich hoffe, mich nicht selbst zu belügen, wenn ich mir sage, dass ich mich einer Therapie unterziehen werde, wenn doch erst das Gröbste gemacht worden ist - so, dass ich es aushalten kann. Irgend wie nimmt dieses Thema immer mehr Raum in meinem Kopf und Leben ein; so hier darüber zu schreiben ist mehr, als ich in 20 Jahren tun konnte.


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