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Thema: "Brauche für meinen 1. Schritt zum ZA Eure Hilfe

  1. #1
    Administrator
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    Nov 2001
    Beiträge
    793
    Hallo Ruppi,
    erstens ist es ja vielleicht nicht sicher, dass alle Zähne raus müssen. Meine Erfahrung mit tausenden von Zahnbehandlungsphobikern ist die, dass die Angst und die Scham dazu führt, dass man eine übertrieben negative Meinung über den Zustand der Zähne bekommt. Es ist sehr sellten so schlecht bestellt mit den Zähnen, wie der Betroffene selbst denkt.
    Wenn es aber so sein sollte müsste man aber, nachdem die Zähne gezogen sind, sowieso über eine Heilungsphase von etwa 3 Monaten eine Vollprothese tragen. Dann haben Sie auch Gelegenheit zu sehen, wie Sie mit einer Prothese zurechtkommen. Vielleicht wollen Sie dann nichts anderes. Und das schöne Lächeln ist schon da.
    Möchten Sie aber Implantate setzen ist das dann aber meistens möglich. Ob es mit Computertechnik besser ist kann ich nicht sagen, die meisten Implantate sind bisher ohne diese Technik gemacht, aber teurer wird es wohl auf jeden Fall sein. Inwiefern Ihre Kasse dies bezahlt kann ich nicht sagen. Privatversicherungen sind sehr unterschiedlich, es hängt davon ab, was Sie mit denen vereinbart haben und wie hohe Prämien Sie bezahlen.
    Man kann bei psychischen Problemen manchmal einiges mehr erreichen, aber es gibt da kein Gesetzt, soviel ich weiss, das sowas garantiert.
    Ich würde Sie empfehlen, erstmal ein Gesprächstermin bei einem Angstspezialisten zu machen, und die Zähne anschauen zu lassen, damit Sie genauer wissen, welche Alternativen Sie haben. Dr Jöhren in Bochum ist auf Zahnbehandlungsphobikern spezialisiert und kann als Kieferchirurg auch über Implantate informieren. Ihm finden Sie unter www.zahnbehandlungsangst.com

    Mit freundlichen Grüßen,
    Mats Mehrstedt


  2. #2
    Junior Member
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    Aug 2003
    Beiträge
    1
    Hallo Leute,

    ich komme schon seit einiger Zeit regelmäßig in diesem Forum vorbei und lese viele Beiträge von Leidensgenossen und möchte Euch gleich zu Anfang ein riesen Lob für dieses Forum und Eure Beiträge geben. Denn es ist sehr auffällig mit welcher Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft in diesem Forum miteinander umgegangen wird. Das ist auch der Grund, warum ich mich nach langer Zeit in der ich nur Eure Beiträge gelesen habe, heute dazu entschlossen habe selber einen Beitrag mit meinem riesen Problem zu schreiben.

    Ich bin jetzt auf dem besten Weg mein 35 tigstes Lebensjahr zu vollenden, ein ZA ( außer Schulzahnarzt ) hat mein Gebiß zuletzt vor fast 30 Jahren gesehen. Denn seitdem habe ich tierische Angst vor ZA´s bzw. vor den Schmerzen.
    Auslöser dafür war wohl mein 1. ZA- Besuch ( auch der Letzte ) bei dem mich meine Eltern unter Zwang und mit Gewalt
    in den Behandlungsraum zerrten, wo schon die Patienten in der Zeit wo wir im Wartezimmer saßen wie am Spieß brüllten. In dieses Zimmer wollte ich einfach rein und das hat sich bis zum heutigen Tag auch nicht geändert.

    Ihr könnt Euch mit Sicherheit leicht vorstellen wie mein Gebiß nach der langen Zeit aussieht. Ich würde es mit einem Steinbruch vergleichen und ich bin der Meinung, der ganze Bruch muß komplett auf dem schnellsten Wege raus.
    Da auch der seelische Leidensdruck für mich nicht mehr ertragbar ist. Denn herzhaft lachen oder mit Bekannten ausgehen ist für mich schon lange aus Scham tabu.

    Somit habe ich mich nun endlich entschlossen, mich ( aber nur unter Vollnarkose ) in ärztliche Behandlung zu begeben und dafür brauche ich Eure Hilfe bzw. Euren Rat.

    Ich habe vor ca. einem 1/2 Jahr bei RTL- Stern TV einen Betrag über die Uni- Klinik Köln gesehen, dort wurde gezeigt
    wie Implantate mit sogenannter " Computergestützter Navigation " gesetzt wurden. ( Ein Computer berechnet in 3D die beste Position für das Implantat und navigiert den ZA beim Bohren 100stel mm genau in den Kiefer )
    Diese Methode ist Ideal, wenn mehrere oder viele Implantate gesetzt werden müssen, also für meinen Steinbruch genau
    das Richtige.

    Nur meine große Sorge ist, daß meine Privatversicherung nicht die Megahohen Kosten übernehmen wird. Ich schätze, da können bei 2-3000 Euro pro Implantat schnell zwischen 70.000 und 100.000 Euro zusammen kommen. Und daraus ergeben sich auch meine Frage an Euch:

    1. Habe ich eine recht darauf, meinen Zahnersatz und die Behandlungsmethode ( in diesem Fall die teuerste ) selber auszuwählen und die Privatversicherung muß zahlen oder sagen "die" wie und was gemacht wird ?

    2. Gibt es einen Weg ohne das ich zum Sozialfall werde? Denn schöne neue Zähne würden mein Selbstbewußtsein um 100 % verbessern, aber als Sozialfall würde das selbige wieder um 50 % sinken.

    3. Ich habe mal etwas davon gehört, daß wenn der seelische Leidensdruck sehr hoch ist ( was bei mir absolut der Fall ist ) , die Krankenversicherung auf jeden Fall Zahlen muß ?

    Es würde mich sehr, sehr freuen, wenn einige unter Euch sind die mit meinem o.g. Problem schon Erfahrungen haben und mir möglichst viele Tips geben können, wie ich wieder zu einem strahlenden Lächeln komme ohne das ich das letzte Hemd dabei verliere.

    Einige von Euch werden wahrscheinlich denken warum fragt der den nicht einfach bei seiner privaten Versicherung direkt nach !? Ja das könnte ich wohl tun, aber bevor ich schlafende Hunde wecke, möchte ich erstmal einige objektive und umfangreiche Meinungen/ Erfahrungen von Euch Leidensgenossen und den vielen Fachleuten die in diesem Forum aktiv sind einholen.

    Für Euro hoffentlich vielen Beiträge und Tips schon jetzt tausend Dank im voraus.

    Viele Grüße ruppi

    P.S.: Wenn ich meine neuen Beißerchen bekomme bzw. habe umarme ich die ganze Welt.











  3. #3
    Member
    Registriert seit
    Aug 2002
    Beiträge
    35
    Hallo Ruppi,
    bevor ich vor etwa 1,5 Jahren zum ersten Mal seit über 20 Jahren wieder zum Zahnarzt gegangen bin, gingen mir haargenau die gleichen Gedanken durch den Kopf wie Dir. Ich hatte Angst, habe mich furchtbar geschämt und war vor allem überzeugt davon, dass mir nach einer Behandlung kaum ein Zahn erhalten bleibt. Aber meistens kommt es anders als man denkt. Mir wurden zwei Weisheitszähne gezogen, drei Füllungen und eine Parodontitisbehandlung gemacht. Keine der Behandlungen hat geschmerzt. Meine Angst ist zwar nicht vollkommen verschwunden, aber sie hält mich zumindest nicht davon ab, zur Kontrolle oder Zahnsteinentfernung zu gehen.
    Geh erst einmal den ersten Schritt und wenn Du einen Arzt gefunden hast, dem Du vertraust, dann überlegt Ihr gemeinsam, wie's weitergeht.

    Liebe Grüße
    Janne


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