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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Es MUSS was passieren!



jonnes
23.02.2009, 18:00
Ich hab leider keine Erfahrung mit Vollnarkosen, aber lass dich doch einfach von Dr. Mehrstedt beraten. Dort bist du wirklich in sehr guten Händen und er wird dich bestimmt über alle Möglichkeiten aufklären.
Lieben Gruß, jonnes

kitty
27.02.2009, 20:24
Hallo,

ich kann dir nur mut machen - hatte heute meine zweite behandlung in vollnarkose - immer ohne erbrechen oder übelkeit und als ich heute aufgewacht bin, hatte ich auch schöne neue zähne im mund und kann wieder richtig lachen.

das wegdämmern in die narkose solltest du nicht als kontrollverlust sehen, da ja vorher ganz genau mit dir abgesprochen wurde, was eigentlich gemacht werden soll. ich habe die narkose für mich eher als hilfe gesehen das ich von der ganzen behandlung (kaputte zähne ziehen, bohren usw.) nichts mitbekommen muss und somit meiner angst quasi aus dem weg gehen konnte.
sicherlich ist das nicht immer der beste weg, aber kleine füllungen haben wir sogar auch schon ohne mal geschafft...

habe das alles auch jahrelang mit mir umhergeschleppt und tierisch darunter gelitten, von daher kann ich dir nur raten dir schnell hilfe zu holen, weil mit jedem stück der behandlung bin ich innerlich irgendwie "leichter" geworden und heute scheint mir sozusagen schon den ganzen tag die sonne aus dem popo weil ich mich so gut fühle.

kämpferischer Phobiker
27.02.2009, 20:24
hallo liebes forum!

ich habe zwar nicht angenommen, dass ich mit meinem problem alleine bin, aber es ist schon extrem befreiend für mich dieses forum und vor allem die existenz der praxis von herrn mehrstedt im internet gefunden zu haben. bisher habe ich mich nicht mal getraut in dieser richtung zu "googlen".

mein fall erscheint mir nach ausgiebigen lesens hier gar nicht mehr so dramatisch, auch wenn ich ihn, vor allem vor mir selber, nicht runterspielen möchte.
ich bin ende 20 und war nun schon seit ungefähr 8 jahren nicht mehr beim ZA und betreibe seit ca. 4 jahren auch nur noch aushilfsmundhygiene wie spülungen etc., da ich mich mittlerweile längst nicht mehr traue eine zahnbürste einzusetzen, dabei würde ich dies sehr gerne tun. ich wünsche mir schon seit längerem nichts sehnlicher als zähneputzen als etwas normales ansehen zu können und mein lächeln wieder zu haben. ich befinde mich mittlerweile an einem punkt, wo ich mit meinem leben, das heisst meiner zukunft, praktisch abgeschlossen habe. ich verkrieche mich und jedes gespräch mit anderen menschen wird zum krampf, da es mir unendlich peinlich wäre, wenn mein gegenüber einen blick auf meine zähne werfen könnte. da ich selbstständig bin und von zu hause aus arbeite kann ich dies recht gut umgehen, aber das soll und darf nicht die lösung sein. ich würde mich gerne beruflich verändern, endlich anfangen zu studieren, aber unter den derzeitigen umständen mit meinem geschundenen gebiss ist (mir) das leider unmöglich. ich kann wirklich sagen, dass mir dieses problem mein leben gründlichst versaut. selbstwertgefühl ist natürlich auch im keller.

wie hier bereits viel thematisiert, ist die scham für mich beinahe schlimmer als die angst. niemals könnte ich mir einen ZA-besuch in einer "normalen" praxis vorstellen. es vergeht schon seit jahren kein tag ohne selbstvorwürfe und düsteren zukunftsprognosen oder vermeidungsstrategien. es ist wirklich der horror und ich kann mich auch niemandem anvertrauen.

als erprobter phobiker mit jahrelangen depressionen bin ich mir der absurdität meiner angst sehr wohl bewusst, aber ich komme einfach nicht dagegen an. ich habe parallel bereits mit anderen phobien zu kämpfen gehabt und diese sehr gut in den griff bekommen, aber dieses problem erschien mir bisher wie in stein gemeisselt. mit bisher meine ich, dass mir dieses forum heute abend wirklich einen kick gegeben hat und ich danke allen für ihre erfahrungsberichte und möchte allen von herzen gratulieren, die´s durchgezogen haben. mir hat das wirklich mut und hoffnung gegeben. auch, dass sich die praxis des herrn mehrstedt in HH befindet macht es mir ungemein einfacherer. ich habe wirklich keine lust mehr mein leben an mir vorziehen zu lassen und zugucken zu müssen wie alles nur noch schlimmer wird, ich werde das jetzt verdammt nochmal endlich in angriff nehmen! direkt morgen früh und noch diese woche einen termin zur vorbesprechung einen termin in der praxis von herrn mehrstedt vereinbaren. -jedenfalls hoffe ich das. ich werde mich nochmal melden wenn der erste schritt (eigentlich der zweite), also termin vereinbahren, erledigt ist.

hat hier evtl. jemand erfahrungen mit der vollnarkose? ich weiss, das ist nicht die beste lösung, aber für die erste sitzung wäre mir das eigentlich das liebste. allerdings habe ich leichte angst vor den nebenwirkungen (erbrechen nach dem aufwachen) und speziell vor dem moment des wegdämmerns, also komplettem kontrollverlusts. wie lange würde die narkose andauern? kann ich mitten in der behandlung aufwachen?


drückt mir die daumen und an alle anderen da draussen, die sich noch nicht getraut haben: lasst uns das endlich anpacken!