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Auchich
14.02.2008, 10:16
Ich hab die Hoffnung, dass ich bei Dr. Mehrstedt in dieser Richtung sicherer werde.
Gruß, jonnes

Ganz sicher

tin
14.02.2008, 10:21
Hallo Jonnes,

super das du hier geschrieben hast.
Das war schon der erste Schritt, auch wenn du es nicht glauben möchtest :-)

Meine Gedanken waren deinen sehr ähnlich, wobei ich schon irgendwie wusste, warum ich Angst vor der Zahnbehandlung habe.
Aber ich bin eigentlich auch kein großer Redner oder besser gesagt, keine große Rednerin...
Dr. Mehrstedt hat mir das Gespräch aber sehr einfach gemacht und ich musste dabei sogar ein paar mal richtig schmunzeln...
Hast du jemanden, der mitkommen könnte?
Du kannst auch selbst entscheiden ob deine Begleitperson mit ins Gesprächszimmer soll oder halt eben nicht...

Ich sage auch nur ungern was ich denke und frage nie nach!
Das lerne ich gerade bei Dr. Mehrstedt.
Noch stelle ich auch meist Fragen per Email, weil ich der Praxis nicht daran gedacht habe, oder weil ich erst zuhause weiter denke und dann erst die Fragen aufkommen.
Der Dr. hat auch immer schnell und lieb geantwortet...
Das will ich aber unbeding einstellen... Werde versuchen ab jetzt, kleine Zettel zu schreiben und meine Fragen dann in der Praxis zu stellen. Kommt dann ja persönlich viel besser rüber!
Überraschung! Ich habe gerade festgestellt, das ich selbst auch ein Stück weiter bin! Stelle deine Fragen gleich oder immer perönlich.
Somit bestimme ich selbst die Behandlung...! "freu"

Ich denke, der Doc hat nichts dagegen, wenn du ein bischen testest.
Ich werde es auch versuchen...
Einfach mal in der Behandlung die Hand heben um zu sehen was passiert.
Ich denke, dann kann man auch vertrauen aufbauen.
Nur nicht übertreiben mit der Testerei!!! ;-)

Du schaffst es bestimmt. Mach einen Termin...
Ich habe das per Email gemacht. Hab es nicht geschafft, dort anzurufen.
War kein Problem. Ging auch alles ohne Anruf!

Vielleicht hast du ja Lust, hier mehr zu schreiben...

Liebe Grüße
Tin

jonnes
02.03.2008, 18:25
Eine ganze Zeit lang wollte ich von dem Thema „Zahnarzt“ nichts mehr wissen. Natürlich hab ich mir auch noch keinen Termin geholt, ich schieb mein Problem lieber vor mich her .
Ich hatte vorher eine lange, stressige Zeit, bei der ich sehr viel Kraft und Energie verloren hab. Jetzt bin ich dabei, mich körperlich und seelisch wieder aufzubauen. Leider verliere ich jetzt aber auch wieder mein größtes Problem aus den Augen – meine Zahnarztangst! Im Moment hab ich ja nichts akutes, also ist es auch leicht mich zu verstecken.
So werde ich es aber nie schaffen mit meinem Sohn zum Zahnarzt zu gehen, damit seine Zähne auch mal kontrolliert werden. Bis jetzt konnte ich nur auf die halbjährliche Zahnuntersuchung in der Schule vertrauen, bei der bis jetzt alles in Ordnung war. Aber so kann es ja nicht weiter gehen! Ich habe große Sorge, dass mein Sohn meine Angst unbewusst übernimmt. Diesen Leidensweg will ich ihm ersparen, aber dafür muss ich meine Angst bewältigen. Ich bin jetzt schon wieder ganz angespannt und nervös, obwohl doch noch kein Termin in Sicht ist! Ich werde mir die Frist setzen, mir innerhalb dieses Monats einen Termin bei Dr. Mehrstedt zu besorgen. Das der Termin dann wohl erst im Mai oder Juni sein wird ist mir klar, aber ich muss mir einfach eine Frist setzen, sonst wird das nichts.
Das lesen hier im Forum wird mir hoffentlich helfen, am Ball zu bleiben.
Liebe Grüße, Jonnes

Cerho
12.03.2008, 18:27
Hallo jonnes, kann dass alles gut nachvollziehen.

Ich hatte mir das auch so oft, so lange vorgenommen... "dieses jahr aber wirklich"... und dann hat es fast 5 Jahre gedauert zwischen Finden dieser Seite und erstem Termin. Und wie kam der zustande? Schmerzen. Einmal zu viel. Konnte spontan in die Praxis kommen, aber da war nicht viel mit Vorgespräch. Ich wollte Schmerzmedis und der Preis dafür war "der Stuhl". Das war estmal nicht so leicht, aber ich bekam Erlösung in die Hand gedrückt... und gleich einen Termin (3 Monate später) für das Erstgespräch.

War da natürlich total nervös. Ganz flüchtig kam mir auch der Gedanke, nicht hinzugehen. Aber nun war ich ja schon so weit, auf dem Stuhl saß ich schon, alle Mitarbeiter der Praxis waren mir sympatisch... also, was soll's, jetzt machst du's halt endlich.

Im Erstgespräch musste ich schon etwas nachdenken, mir war vieles noch nicht so klar. Wobei ich mich auch beruflich bedingt viel "öffnen" muss und das Eis war ja schon gebrochen, also sprudelte es auch ganz gut bei mir heraus. Danach war ich durchaus etwas beruhigt und auch stolz und fühlte mich befreit - endlich mal darüber reden.

Bei mir gibt es einiges zu tun. Ich war seit dem Erstgespräch fünfmal da, ca. 1x pro Monat. Dabei war das Tempo völlig angemessen, ich konnte alle Entscheidungen selbst treffen und war immer gut informiert über meine Möglichkeiten und die Arbeitsschritte. Man muss einfach über seinen eigenen Schatten springen und nachfragen.

Die ersten Male war es zunächst Röntgen und dann Zahnstein entfernen. Hatte ich ziemlich Angst vor und danach? Fühlte sich ungewohnt an, aber es sah total gut aus, und ich war mächtig stolz, dass ich das geschafft habe. Und es war wirklich nicht schlimm. Ein, zwei mal hat es kurz gezogen, aber NICHTS im Vergleich zu den Schmerzen, die ich jahrelang mit Paracetamol versucht habe, wegzudopen.

Mittlerweile wurde auch schon gebohrt. Dass das meein Hobby wird, kann ich nicht behaupten, aber es war völlig in Ordnung. Zuerst hat das Bohren wehgetan und ich habe mich sofort gemeldet. Habe dann etwas mehr betäubung bekommen. Hat zwar genervt, dass das dann noch bis abends anhielt, aber danach habe ich absolut KEINE Schmerzen mehr gehabt. Und auch als die Betäubung weg war, war alles okay.

Klar, das war nun echt erst der Anfang. Wer weiß, was noch kommt. Aber der erste Schritt ist der schwerste. Danach ging es bei mir eigentlich relativ angstfrei. Nervös bin ich jedes mal, aber es wird jedes mal weniger. Und auch kürzer. Am Anfang war ich 5 Tage lang nervös, jetzt nur noch 1-2 Tage, ein bißchen. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, in Zukunft die jährlichen Kontrolltermine nicht wahrzunehmen... wenn ich denn erst mal mit meinen ganzen Sachen durch bin.

Also, ich weiß, man kann so viel gute Worte hören oder sachliche Gedanken haben, wie man will, das bringt bei Angst herzlich wenig. Aber dieses Forum hat mir auf jeden Fall geholfen, und ich kann dir nur raten, immer wieder hier rein zu gucken, und entweder einfach anzurufen oder zu schreiben... oder im schlechtesten Fall wenigstens hinzugehen, wenn du mal wieder so richtig fiese Schmerzen hast. Wenn du den ersten Schritt hinter dir hast, ist der schwerste Schritt schon getan.

jonnes
13.03.2008, 03:53
Ich würde auch gern einen Termin bei Dr. Mehrstedt machen. Was ist das für ein Erstgespräch? Muss ich da meine Zahnarztangst erklären? Das würde mir wirklich schwer fallen. Erstens weiß ich nicht genau, warum ich diese Angst habe und außerdem bin ich grade zu Anfang kein großer Redner.
Allerdings hab ich bemerkt, dass ich mit einem normalen Zahnarzt nicht zurechtkomme. Obwohl der Zahnarzt, bei dem ich bis jetzt in Behandlung war, sehr ruhig und sachlich war und sich sehr viel Mühe gegeben hat, ist von meiner Seite einfach zu wenig Vertrauen da. Ich bin sehr schnell verunsichert und trau mich dann oft nicht nachzufragen, oder etwas anzusprechen. Ich hab die Hoffnung, dass ich bei Dr. Mehrstedt in dieser Richtung sicherer werde.
Gruß, jonnes

jonnes
13.03.2008, 03:53
Hallo Cerho,
danke für diesen Beitrag! Er macht mit ein bisschen Mut. Ich werd mir bald einen Termin holen. Ich werde nicht wieder warten bis es schlimm wird. Ich versuche es per Email. Das fällt mir leichter als ein Anruf.
Lieben Gruß, jonnes