EinleitungUntersuchungen zeigen, daß über die Hälfte der Bevölkerung ängstlich ist, wenn sie zum Zahnarzt geht. Etwa 10 Prozent haben so viel Angst, daß sie sich nur bei extrem starken Schmerzen dazu bringen können, zahnärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. 10 Prozent der Hamburger Bevölkerung wären etwa 170 000 Menschen. Rund 3 Prozent (50 000 Hamburger) gehen unter gar keinen Umständen zum Zahnarzt, sondern halten lieber jede Art von Zahnschmerzen aus als daß sie zum Zahnarzt gehen.
Das "Hamburger Zentrum zur Behandlung und Erforschung von Zahnbehandlungsängsten" widmet sich seit über 20 Jahren dieser Problematik in Zusammenarbeit mit Narkoseärzten und Psychologen. Es gibt heutzutage wissenschaftlich erprobte Methoden, diese Angstprobleme zu lösen. Mit psychologischen Methoden kann den meisten ängstlichen Patienten geholfen werden, ihre Ängste soweit zu verringern, daß sie regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle gehen und somit ihre Zähne erhalten können. Es gibt auch die Möglichkeit, umfangreiche Zahnbehandlungen unter Vollnarkose ausführen zu lassen. Diese Behandlungen finden in Zusammenarbeit mit einem Narkosearzt statt. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.
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Viele Angstpatienten berichten darüber, daß es sehr schwierig ist, Zahnärzte zu finden, die sich auf Ängste spezialisiert haben. Einerseits liegt dies daran, daß es leider noch recht wenige davon gibt. Andererseits auch daran, daß Zahnärzte in Deutschland nicht werben dürfen. In vielen Bundesländern kann man sich aber an die örtliche Zahnärztekammer wenden, um Informationen dieser Art zu bekommen. Die Zahnärztekammer in Hamburg führt zum Beispiel Listen über Zahnärzte, die sich auf verschiedenen Gebieten spezialisiert haben.
Leiter des "Zahnärztliche Angst-Ambulanz Hamburg" ist der Zahnarzt Dr. Mats Mehrstedt. Er arbeitet seit 1979 in Hamburg mit Patienten, die unter Zahnbehandlungsängsten leiden.
Dr.med. Michael Brune ist Psychiater und Neurologe. Bei Bedarf hilft er auch unseren Patienten. Dr. Brune ist sonst spezialisiert auf die Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen. Er arbeitet auch für Ärzte Ohne Grenzen und in der Sozialstation, St. Pauli.
Weitere Informationen kann man unter folgenden Telefonnummern bekommen:
Zahnärztliche Angst-Ambulanz Hamburg: 040-651 73 24
Deutsche Gesellschaft für medizinische Hypnose: 040-651 80 00